Inhalt, Information zum Ort, Meditation mit bewusster Kontaktaufnahme zu den Elementen und der Umgebung, Sitzen und Gehen in Stille, meditativer Spaziergang mit Schreibpausen (intuitives spontanes Schreiben), Texte vortragen, selbst verfasste oder mitgebrachte Gebete/Lieder/Rituale einbringen.

Das erste Treffen fand statt am Samstag, dem 11. Juli, am Hiroshima-Mahnmal in Bonn-Beuel von 8 bis 12 Uhr.

An dieser Stelle findet man immer eine kurze Beschreibung mit einer Einladung und auch unsere Texte und eventuell noch eine kleine Auswertung.

Ingo: „Ich wundere mich, dass es schon 12 Uhr ist. Ein so intensiver und trotzdem leichtfüßiger Vormittag.“

Monika: „Dieser so ‚ganzheitlich‘ gestaltete Vormittag hat mich inspiriert, die Meditation am Sonntagabend ebenfalls unter freiem Himmel anzubieten. Wir waren außerordentlich beglückt, auch von den Wiesen an der Elisabethkirche, wo ab und zu ein Paar mit Kinderwagen vorbeikam oder junge Menschen Tischtennis spielten. Worauf wir locker ins Auge fassten, künftig auch aus ökologischen Gründen so oft wie möglich unter freiem Himmel zu meditieren. Und zwar nicht nur an Orten, die unterversorgt sind, wie ich das als Zenpeacemaker kenne, sondern auch an Orten, die durch ihre natürliche Schönheit inspirieren, nähren und mahnen.“

INGO THIES

Blauer Himmel, die Sonne scheint – so war es auch am Morgen des 6. August 1945 in
Hiroshima. Ein herrlicher Sommermorgen, bis um 8:16 die Stadt im nuklearen Feuersturm
unterging.

Heute, 2026, mache ich mir Sorgen, dass so etwas wieder geschehen könnte. Der Krieg in
der Ukraine und in Russland könnte nuklear eskalieren. Und auch im Nahen Osten ist
Frieden weiter weg denn je. Und über allem schwebt die Klimakrise, die die Erde
langfristig unbewohnbar machen kann, wenn wir keine radikale Wende in unserer
Lebensweise hinbekommen.

Was fehlt in dieser Welt, ist Mitgefühl, Empathie und Demut. Es zählen Geld und Macht.
Die einfachen Menschen kommen unter die Räder. Härte ist angesagt, Kaltblütigkeit und
Skrupellosigkeit. Nicht mehr hinter vorgehaltener Hand, sondern offen und schamlos.

Was ist aus uns geworden? Warum wird Mitgefühl so sehr abgelehnt? Merkt denn keiner,
dass diese Härte voll auf uns zurückfallen wird oder es bereits tut? Im Namen Jesu Christi,
dem Botschafter der Liebe Gottes, wird Härte und Erbarmungslosigkeit propagiert und
zum Krieg geblasen. Es scheint, als würde sich die Geschichte von vor 100 Jahren
wiederholen und der Faschismus wieder hoffähig werden.

Die Welt nimmt schlimmen Lauf. Wird die Menschheit die Kurve noch kriegen? Oder
werden wie uns selbst auslöschen? Wird Gott um uns weinen?