Das Gefieder der Sprache

Das Gefieder der Sprache streicheln
Worte sind Vögel
mit ihnen
davonfliegen

Else Lasker-Schüler

 

 

 

 

Newsletter September bis Dezember 2022

“Worte sind Atemschiffchen, die sich ins Offene aussetzen”

Die alte Startseite wird ab jetzt durch eine spontane Reflektion und den jeweils aktuellen Newsletter ersetzt. Ich verspreche mir davon eine Belebung der Seite sowie ein schnelleres Auffinden der Angebote des Kleinen Tempels.

Hier meine Vorschau für September bis Dezember 2022 per Video für diejenigen von Euch, die mich noch nicht kennen.

Video Thumbnail
Mündlicher Newsletter Schreiben September-Dezember 2022 - Monika Winkelmann - 10.08.2022
Mündlicher Newsletter Schreiben September-Dezember 2022 - Monika Winkelmann - 10.08.2022 - youtube Video

September bis Dezember 2022

 

Liebe Weggefährtinnen und -gefährten!

Spät ist es geworden: Der Tod meiner Mutter Christiane Weissmann, geb. Strunk, *4.3.1929 am 26. August in einer Pflegeeinrichtung in Hessisch/Odenwald war wirklich ein Segen, zumal sie genauso heimgehen konnte, wie sie es sich gewünscht hatte: Im Schlaf. Ich habe sie noch für drei Tage vorher besucht, und wir haben uns ca. 45 Stunden vor Ihrem letzten Atemzug voneinander sehr liebevoll verabschiedet. So nah waren wir uns, in meinem Erwachsenenleben jedenfalls, nie gekommen.
Die halbanonyme Urnenbestattung wird morgen am 21.09. stattfinden, und mir ist es nach den drei mehrtägigen Reisen in wenigen Wochen zuviel geworden, dabei zu sein – zumal es keine Trauerfeier geben wird. Ich werde ein Ritual in Bonn feiern. Bei der Aufbahrung in einem kerzenbeschienenen Raum konnte ich sie, zusammen mit meiner Schwester Sabine, noch einmal sehen und ihres Lebens gedenken, mich verabschieden.

Danach habe ich Ruhe gebraucht, wir vier Geschwister wohnen alle in Deutschland verstreut und haben uns über Vieles versucht zu verständigen, auch über die Trauerkarte. Sabine und ich haben schließlich eine eigene entworfen, und ich werde diese ab dem kommenden Wochenende versenden. So war stets viel zu tun, und ich versuchte, mich von Ruhe und Stille tragen zu lassen. Morgen am Tag der Bestattung fahre ich nach Niederkassel oder Mondorf: Meine Mutter hat Schleswig-Holstein geliebt, das sie an den Oderbruch in Pommern erinnerte. Der nahe gelegene Nordostseekanal und die weiten Felder, der frische Wind schienen ihr vertraut. Doch nun genug von meiner Mutter – oder ist es jemals genug? Wer ist uns jemals sonst so nah? Niemand anders kannte mich 70 Jahre lang, das rührt mich.

Einige angekündigte Veranstaltungen haben nicht stattgefunden, es hatte sich aber auch niemand gemeldet, da ich den Newsletter noch nicht ausgesendet hatte.
Sie werden eine dieser Ankündigungen vielleicht wahrnehmen, z.B. die Fahrt nach Bingen, auf den Spuren der Heiligen Hildegard: Wieviele Male habe ich dieses Vorhaben schon verschoben? Melden Sie sich bitte, wenn Sie Interesse daran haben, wir finden einen neuen Termin. (Schreiben unterwegs ist vorgesehen). Ich kann mir gut den 3. oder 4.10. dafür vorstellen.

Für das Kontemplative Schreiben in der Familienbildungsstätte, das heute, am Dienstag vormittag 10 Uhr begonnen hat: Eine Anmeldung bis jetzt, mit der arbeite ich gerne, dann kürze ich die Länge des Kurses. Sie können auf jeden Fall noch einsteigen, gerne können Sie am 18.10., nach den Herbstferien, dazukommen. Dasselbe Angebot gibt es auch als Abendkurs und beginnt am 27.9., ebenfalls bei mir in Kessenich (Info & Anmeldung). Oder Sie lassen sich dazu schalten, und wir arbeiten hybrid.

Was gibt es noch? Die Kriegsenkelinnen und -enkel treffen sich bald wieder: Diesmal Fr, 4.11. (Info & Anmeldung) und Sa 19.11. (Info & Anmeldung). Sie glauben gar nicht, welche Quelle von Einsicht, Staunen und Nähe zu sich selber und anderen Sie erleben können, durch Schreiben! Endlich einmal diese Themen NICHT aussparen müssen! Und natürlich dürfen unsere Sorgen, Angst und Ärger oder was auch immer über den Krieg in Europa auch mit einfließen. Und alles, was wir aufschreiben, was die anderen Gruppenteilnehmer*innen bezeugen, mit allen Empfindungen, Emotionen, Gedanken ist gleichzeitig auch schon los-ge-lassen. Wir fühlen uns in so guter Weise verbunden und leichter. Manche entdecken, dass sie öfter schreiben sollten…

Für das wirklich so gute Angebot “Halb & Halb – Zeit für Dein Projekt” in Hof Kuppen/Siegerland, 27.-30.10.2022, hat sich schon eine langjährige Teilnehmerin und Schreibende angemeldet, aber ein paar dürfen (aber müssen nicht) noch dazu kommen (Info & Anmeldung). Die entweder ein Projekt beginnen möchten und dafür Hilfestellung brauchen. Oder an einem weiterarbeiten wollen in der Ruhe eines buddhistischen Familienbetriebes. Mit herrlichem Ausblick bis zum Horizont, Schafsweiden drumherum, selbstgekochtem vegetarischen Essen und jeweils einem halben Tag frei. Einzelgespräche mit mir sind inklusive sowie das bewährte, strukturierte Gruppen-Coaching.

Eine ONLINE-Trauergruppe habe ich ENDLICH ins Leben gerufen, es ist reif, dies zu tun, und mit wenigen Ausnahmen, findet diese immer Samstag vormittags statt. BEGINN: SAMSTAG, 24.9., 10.00-12:30 (Info & Anmeldung). Wenn ich aufzählen sollte, wie ich mich mit eigener Trauer und auch professionell mit ihr auseinandergesetzt habe – es wird wirklich Zeit, mich für diese so kraftvolle Emotion zur Verfügung zu stellen. Die Termine liegen etwa alle zwei bis drei Wochen, man kann sich einzeln anmelden. Ich empfehle, sich für einen längeren Zeitraum zu entscheiden.

In meinem Leben, in das ich Beruf und Berufung einschließe, haben mir sieben Disziplinen, die ich ” Die Sieben Großen Disziplinen” nenne, maßgeblich geholfen, und ich glaube oder hoffe, andere, deren Leben ich berührte, haben sich vielleicht auch unterstützt gefühlt. Teil 1 der “Sieben Großen Disziplinen: DANKEN” wird am Fr, 23.09. von 18-19:30 stattfinden, die weiteren folgen immer Freitags. Idee: Ich halte einen Vortrag, und danach gibt es Raum für Beiträge, Fragen und Antworten. Der letzte findet dann am 16.12. statt (Info & Anmeldung).

ONLINE-DICHTER*INNEN-LESUNG! HERZLICHE EINLADUNG.
Wir lesen Texte zum Thema “Trauer, Mut und Verwandlung”, die in den diversen Schreibwerkstätten bei Monika Winkelmann entstanden sind. Wer bei ihr geschrieben hat, kann sich noch zum Mitmachen melden.
Samstag, 5.11.2022, 19:00 – ca. 20:30. Mit den Autoren und Autorinnen kann ein herzliches Gespräch entstehen, zu dem sich jedeR ein Getränk ihrer Wahl holt.
Bitte melden Sie sich mit Ihrer Email-Adresse an, um den Zoom-Link zu erhalten. Ich bitte um eine Spende für den Kleinen Tempel. Empfehlung: 10 €

Lange denke ich schon über ein Lyrik-Schreib-Projekt nach: Teil 1 zu “SAPPHO” findet am 2.12. von 10-13 Uhr statt (Info & Anmeldung). Ich habe es so lange vor mir hergeschoben, und nun ist reif. Für Anfänger*innen und Fortgeschrittene. Näheres wird ergänzt werden. Ich werde Ihnen Unterlagen entweder aushändigen oder zuschicken. Bitte bedenken Sie, dass ich die Begriffe “Spielen”, “Kreativität” und “Improvisation” sehr hoch schätze. Die meisten schätzen es, wenn die spontan geschriebenen Texte vorgetragen werden und nach den Regeln “Wertschätzender Resonanz” von den anderen gewürdigt werden, oft schriftlich.

Bei meinem neuen Lieblingsprojekt sind leider schon zwei Termine ausgefallen: “Spaziergänge und Schreiben in Cafés und an anderen interessanten Orten”. Am 7.10. von 10:00-13:00 geht es los (Info & Anmeldung). Wir können die Spaziergänge auch sehr kurz halten oder mit einem Kaffeetrinken beginnen und dann gehen. Also keine Angst vor Kälte und Regen, wir passen uns an und suchen uns die ruhigsten Cafés aus. Lassen Sie sich überraschen. Wir sollten unsere Handy-Nummern miteinander verbinden, nach Möglichkeit. Nächster Termin: Am Bahnhöfchen, in Beuel. Lassen Sie uns um 10.00 Uhr am Eingang warten, bis alle da sind (aber bis höchstens 10:05). Ich werde 10 Minuten vorher da sein. Wir werden kurzfristig beschließen, wie wir beginnen, mit Kaffee/Tee oder dem Spaziergang. Ideen habe ich genügend, auch für den Spaziergang (zum Teil in Stille).

Mittwochs: Begleitung, Berufungsberatung, Supervision, Coaching
Sorgen Sie für sich, lassen Sie sich einen Termin geben für:

  • Begleitung, Spirituelle Begleitung: Statt einer Psychotherapeutin oder einer Seelsorgerin. Ich gebe weiter, was ich empfangen und daraus gemacht habe.
  • Berufungsberatung: Dieser Begriff ist selbsterklärend. Eine Berufung winkt und Sie trauen sich kaum, es laut auszusprechen?
  • Supervision: Poesiepädagogische/Poetische Intervention im Berufsfeld o.ä.: will ich in Zukunft so arbeiten? Arbeite ich jetzt schon so und brauche Hilfestellung in bestimmten Situationen? Möchten Sie regelmäßig kommen, in einer Gruppe arbeiten?
  • Coaching: Wie geht es mit meinem Schreib* oder künstlerischen Projekt, mit meinem Leben, weiter? Ein persönlicher Hilfeplan mit einer klar umrissenen Zielvorstellung sowie der nötigen Anzahl von Sitzungen kann vereinbart werden.

Ich freue mich auf alles, mit Ihnen, mit Euch. Vielleicht ist jetzt manches “doppelt gemoppelt”, aber ich hatte einerseits das Bedürfnis, zum Tod meiner Mutter zu schreiben, und andererseits musste und wollte ich einige Angaben. welche im Newsletter stehen, erklärend verändern. Dafür bitte ich um Ihr Verständnis. Und wenn doch etwas unklar ist, bitte schreiben Sie einfach oder rufen an. Danke schön.

Mit inspirierenden Grüßen und hoffentlich – bis bald!

Ihre und Eure

Monika Winkelmann

 

Trauergruppe: Die Kunst des Trauerns – Fortlaufend:

Video Thumbnail
Monika Winklemann - Trauergruppe ab 24.09.2022
Monika Winklemann - Trauergruppe ab 24.09.2022 - youtube Video

Beginn: Samstag, 24.09.2022, 10-12 Uhr
Alle Termine: 24.9., 15.10., 22.10., 5.11., 3.12., 17.12.2022.

 

 

Liebe Meditierende, an Zen Interessierte, suchende Freundinnen und Freunde!

Mündliche Tempel-News vom 10.08.2022:
Programm des Kleinen Zen-Tempels Bonn
September bis Dezember 2022

Video Thumbnail
Monika Winkelmann Tempel News vom 10.08.2022
Monika Winkelmann Tempel News vom 10.08.2022 - youtube Video

Schriftliche Tempelnews vom 16.08.2022

Liebe Sitzgruppenmitglieder, liebe Meditierende und Interessierte, liebe Freundinnen und Freunde,

hier finden Sie/findet Ihr die nur aus den Überschriften und Terminen bestehende Kurzfassung:

  • Zazen Mo-So, außer Donnerstag: 7-7:30 (ONLINE- Meistens Skype. Bitte anmelden und Skypeaddresse schicken bis Abend vorher). Spendenempfehlung: 5€.
  • Einführung in Zen, Buddhistisches Geistestraining, So 9-11, einmal monatlich
  • Zazen und „Arbeit“ mit frauenfreundlichen Koans aus dem Buch „Das Verborgene Licht“: So 11:30-13:00 oder 12-13:30 (nach Absprache). Immer an den Tagen, an denen auxh die Einführung stattfindet. Getrennt buchbar. Mit Anmeldung. (HYBRID)
  • Zen Peacemaker-Tage/Aktionen/Pilgerfahrten, ca. einmal monatlich. Vorschläge werden gerne entgegengenommen. Informationen und Anmeldung gerne telefonisch oder per email. Spendenbasis
  • Buchstudienprojekt: Thich Nhat Hanh „Zen oder die Kunst, die Welt zu retten“: Jeden zweiten und vierten Dienstag, 19:00-21:00. Online/Hybrid (Skype oder Zoom). Einstieg immer möglich. Anmeldung telefonisch/email. Erkundige Dich vorsorglich, welche Dienstage es sind.

BRUNNEN-SEMINARE: Wie Sie sich (neu) in Ihr Leben verlieben werden!

  • Neugründung des Projekts: Freude an Schwellenerfahrungen gewinnen VORTRAG UND SCHREIBWORKSHOP (nach Möglichkeit in Präsenz.Bitte erkundigen Sie sich. Sobald wir es wissen, stellen wir die Information auf diese Seite.)
    Vortrag:      Fr 14.10., 19-21:30, mit Kreisgespräch
    Workshop: Sa 15.10. und So 16.10., 15:00-18:00
  • Neugründung des Projekts: „Die Kunst des Gesprächs – Die Meditation der Kommunikation“ Diese kann bei mir trainiert und ggf. ein Weg beschritten werden. Einzelheiten werden besprochen. Voraussetzung ist einfach: Möglichst oft an ZP-Veranstaltungen sowie an Angeboten mit Kreisgespräch teilzunehmen. – Termine/Kosten werden noch bekannt gegeben. Konzept kann angefordert werden. „Kreisgespräch“ und „Council“ sind zwei von mehreren Varianten der „Meditation der Kommunikation“.
  • Neugründung des Projektes: „Die Kunst des Trauerns – Trauergruppe“ – Konzept kann angefordert werden. – Da die Themen sehr sensibel sind, empfehle ich, sich für alle Termine anzumelden (Einstieg möglich bis zum 2. Treffen).
    Samstags, 24.9., 15.10., 22.10., 5.11., 3.12., 17.12.2022, 10:00-12:30. Dies Angebot wird in 2023 weitergeführt.
    Kosten: Spendenempfehlung 285,00 € (Handreichungen inkl.). Bei ökonomischen Engpässen sprechen Sie mich bitte an. Niemand wird wegen geringer Mittel abgewiesen.
  • Im kommenden Jahr: „Die Kunst Abschied zu nehmen“ als Workshop
  • Neugründung des Projektes: Die 6 Großen Disziplinen”: Freitag, 18:00-19:30 (Online/Hybrid)
    16.9.:  Danken (und Bitten)
    23.9.:  Bekennen (und Bereuen)
    21.10.: Konflikte zeitnah erkennen/ansprechen/lösen
    4.11.:   Um Vergebung bitten und sie annehmen
    18.11.:  Annehmen (und zurückweisen)
    2.12.:   Abschied nehmen (und das Neue willkommen heißen)
  • Neugründung des Projektes: “Meditation als Vorbereitung auf Sterben und Tod”. Beginn wahrscheinlich Januar 2023. Konzept kann nach den Herbstferien angefordert werden.

Meditation, das wird oft unterschlagen bzw. einfach vergessen, macht Freude, richtige, tiefe Freude. Weil es ein Weg ist, nach Hause zu kommen. Ein Weg, tiefe Freundschaft mit sich selber zu schließen. Ein Weg, zum Sein zu finden.

Langfassung:

Ich schreibe Euch von der Schattenterrasse meines Lieblingsbistros „Extro“ in der Bonner Südstadt. Zu mehr reicht meine Energie auch nicht, an einem weiteren 31 Grad+Tag. Ich schaue mit einem kleinen Schaudern, mit Freude und mit Staunen auf die vergangenen Monate zurück. Mit dem letzten Newsletter hatte ich für die Palermo-Pilgerreise Spenden gesammelt – so lange ist der Newsletter her! Ich bin so froh, dort gewesen und meinen Geburtstag gefeiert zu haben! Einige Blog-Einträge habe ich schon zu Palermo geschrieben, drei fehlen mindestens noch: Über eine berührende Erfahrung mit einem alten Mann, der einen schweren, beschädigten Koffer über das Pflaster zog und denselben Bus besteigen wollte wie wir: Ans Meer wollten wir, nach Mondello: Dort habe ich 2015, nach dem ersten Zeugnis-Ablegen-Retreat 2015, einen wunderbaren Tag verlebt: Am Meer und im Meer, das tatsächlich immer türkisblau ist, wenn die Sonne scheint. Und über das „Ecomuseo Mare Memoria Viva“ in Palermo, in dem wir viel lernten und uns Themen interaktiv erschließen konnten, aber vor allem eine Schrift über die „Migranti“ fanden, die genau DAS Material, DIE Daten und diejenigen Hintergründe über Flüchtlinge beinhaltet, das mich am meisten interessiert. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für alle, die mir so vertrauensvoll und großherzig Geldmittel gespendet haben! Ich habe diese Unterstützung so genossen und auch … gebraucht.

Nach der Rückreise war ich aus der Balance und hätte am liebsten Pläne geschmiedet, wie ich entweder immer oder Teile vom Jahr in Italien verbringen könnte. Ich versuchte, meinen Geburtstag mit anderen nach zu feiern und mich auf die drei größeren Schreib-Seminare/Retreats vorzubereiten, die vor mir lagen: Norderney, Waldhaus, Hof-Kuppen.

Dabei wurde mir klar, dass ich in diese Richtung stärker planen werde: Kontemplation, Meditationspraxis mit meinen Schreibangeboten zu verbinden. Und, sofern ich damit fortfahre, an „unterversorgten Orten“ (Bernie Glassman) Zeugnis abzulegen, dort auch „Schreiben als Praxis“ in den Mittelpunkt zu stellen. (Nächstes Jahr möchte eine Gruppe Schreibender mit mir nach Auschwitz fahren, um genau dies zu tun.) Die Gruppenteilnehmer*innen, die ich an diesen drei Orten traf, auf der Nordsee-Insel und in den beiden buddhistischen Zentren, inspirierten mich sehr. Manchmal kann ich kaum verstehen, wie man und frau derartig viel Mut aufbringen kann, um alle anderen Bedürfnisse und Verpflichtungen zur Seite zu schieben und sich ins „Heilige Vertrauen“ zu begeben: Dass das Seminar gut geleitet würde, dass Schreiben und Stille etwas Substantielles für sie sei, dass die investierte Zeit, der nötige Mut und die nicht zu knappe Risikobereitschaft nicht vertan seien. Ganz zu schweigen von meiner grössten Freude, die ich während jedes meiner Angebote genieße: Die kostenfreien Lesungen. Leute, ich danke Euch so sehr dafür. Bitte macht was draus! Wenn Eure Texte mir so unter die Haut gehen, mich erschüttern, aufrütteln oder beruhigen, dann geht das anderen Menschen auch so.

Axel und Annelie sitzen getreulich mit mir, an den Sonntagen, an denen wir Drei regen „Alten“ gemeinsame Zeit finden, im Kleinen Zen Tempel zusammen zu kommen. Wir genießen das wortlose Sitzen, gefolgt von einem Impuls aus einem Text oder aus unserem Leben oder aus unserer Übung. Wir können es kaum fassen, schon zehn Jahre miteinander geübt zu haben! Die Medizinstudentinnen bzw. Medizinerinnen – inzwischen  sind sie wohl alle oder fast alle Ärztinnen – sind ihrer Wege gezogen. Ich danke für ein paar bemerkenswerte, lebendige Jahre mit Euch! Es war mir eine Ehre und eine Freude, Euch kennen zu lernen: Sophie, Annie, Pauli, Joana, Elena, Johanna! Unvergessene Stunden damals noch unbeschwerten Zusammenseins, in enger Küche, manchmal haben wir bei unserem Mini-Rohatsu sogar hier bei mir ein paar Stunden geschlafen, bis es sehr früh morgens, um 4 oder so, weiterging. Es waren herrliche Zeiten, die ich echt vermisse. Aber nicht nur die Zeiten vermisse ich, ich vermisse auch Euch.

Ich will versuchen, mit Joana unsere so tiefgründigen und inspirierenden Rückmeldungstexte zu den Koans irgendwie zu „retten“, d.h. sie zu einem lebendigen Ganzen werden zu lassen. Die frauenfreundlichen Koans waren dem Buch „Das Verborgene Licht“ von Florence Caplow und Susan Moon entnommen, und wir arbeiteten damit sicherlich zwei Jahre (oder mehr? Das Projekt hieß: Cappuccino-Meditation, und obwohl es sich so anspruchslos anhörte, sassen wir doch oft, wöchentlich, von 7:00-10:00. Für eine ganze Weile arbeiteten wir auch an dem „Schmerz, der zwischen uns steht“, mit Sitzen, Thich Nhat Hanh‘s „Neu beginnen“ und Marshall Rosenberg, Sonntags abends.

Inzwischen sitze ich wieder öfter alleine, oder mit Matthias, Katrin, Edda, Vera und ihrem jungen Hund. Mein Bedürfnis nach festen und immer gleichen Uhrzeiten und Klarheit ist größer geworden wie auch meine Entscheidung, eine bestimmte Form des Zen (Soto Zen nach der everydayzen foundation) einzuüben, nach Suzuki Roshi, Folgen hat. Das bedeutet, dass ich zeitlich kaum mehr Ausnahmen mache, bei den Workshops jedoch flexibel bin, was die Quellen der Lehren angeht,  die Ausdrucksformen der Kontemplation und bei den expressiven Medien ebenso, wie gewohnt.

Die Schreib-Retreats werden zunehmen, wie auch der Anteil der Stille zunehmen wird. Alles Andere ergibt sich. Danke für alle Inspiration. Ich erwähne viel zu selten, dass alle Gruppenteilnehmer*innen über die 35-40 Jahre, alle Einzelklienten, alle Peers, mit denen ich in Ausbildungsgruppen und Intervisionen und Supervisionen saß, alle Workshopleiter*innen, Therapeut*innen, Co-Leiter*innen dazu beigetragen haben, dass ich die geworden bin, die ich bin! Vor allem aber die Teilnehmerinnen selber, denn an Euch, mit Euch habe ich gelernt, wie ich vorgehen soll/darf und wie ich weitergehen könnte. EIN HOCH AUF EUCH! Nur wer lernen kann, kann auch lehren.

Bücherlisten folgen, damit Ihr sehen könnt, welches Material wir während der Projekte verwenden werden.

Alle meine Angebote haben stark ermutigenden Charakter. Selbst in zeitweise niederdrückenden Zeiten und Ereignisse sind Lichtinseln zu entdecken wie in uns selber auch. Viele Menschen arbeiten an solchen Lichtinseln. All diese zusammen ergeben ein recht beeindruckendes Feld!

Ich grüße Euch sehr herzlich!

Eure
Monika Jion

Kreatives und therapeutisches Schreiben lernen

Willkommen bei “Schreibfluss”, liebe schreibende Freundin, lieber schreibender Freund!

Schreibende benötigen einen geschützten, in achtsamer Weise definierten Raum, um sich frei ausdrücken zu können. Ebenso braucht der schreibende Mensch, der vielleicht noch gar nicht weiss, wie sehr sie zu dieser Zunft gehört, Weggefährten_innen und geschulte Anleitung wie ‘Heilsame Resonanz’ ©. Hier kannst Du tiefes Zuhören üben und erfahren.

Du kommst – wieder – in Fluss und entfaltest Deine ‘Wahre Stimme’, die nicht selten zu einer Berufung führt.

Meditation, interreligiös und interkulturell

Namaste! Willkommen im ‘Kleinen Tempel’ und überall, wo wir einander begegnen!

Du möchtest mit mir üben, im Sitzen, beim Gehen, Arbeiten, Essen und in der Kommunikation zu meditieren? Frieden zu schliessen mit Dir selber, unseren Mitwesen, Deinem und unseren Leben? Du möchtest friedenstiftend wirken auch an ‘unterversorgten Orten’? 

Suchst Du Gleichgesinnte, die eine authentische Meditationspraxis aufbauen und sich darüber austauschen möchten? Daran mitwirken, dass wir eine liebevolle Gemeinschaft werden, ohne Dogmatismus, mit klaren (Selbst-)verpflichtungen, die von allen entwickelt und getragen werden?

Impressum

Datenschutz

Kontakt