Newsletter November 2021-Februar 2022

“Worte sind Atemschiffchen, die sich ins Offene aussetzen”

Ich bin aufgeregt: Die alte Startseite wird ab jetzt durch eine spontane Reflektion und den jeweils aktuellen Newsletter ersetzt. Ich verspreche mir davon eine Belebung der Seite sowie ein schnelleres Auffinden der Angebote des Kleinen Tempels, für den ich gerade einen neuen Namen suche. Vielleicht Zen- und Lebenskunst-Tempel. Mit dem Begriff von Lebenskunst begann ich vor mehr als dreißig Jahren, wobei mir schon damals klar war, dass in einer wahrhaftigen Kunst des Lebens die Kunst des Sterbens einbegriffen sein würde.

Mein erster Kurs an der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn, die die Wiege meiner gesamten weiteren Kurse, Seminare, Workshops wurde, lautete: „Worte sind Atemschiffchen, die sich ins Offene aussetzen“ (Peter Sloterdijk). Damals las ich Sloterdijk mit großem Vergnügen, jetzt werde ich mir wieder sein neuestes Buch kaufen. Worte sind Atemschiffchen…gibt es etwas Wahreres und gleichzeitig Poetischeres? Sie drücken mich aus oder nicht, sie erreichen Dich oder nicht, sie kreieren etwas Neues oder nicht, nämlich  Begegnung, Beziehung und, wenn wir Glück haben, die Unendlichkeitsschleife einer gelungenen oder besser: gelingenden Kommunikation.

Schreiben ist auch Kommunikation, das wird gerne vergessen, ignoriert oder geleugnet. Zumindest in unseren Breiten spricht man vom „Zwiegespräch mit der Seele“, manche sagen, wie Hilde Domin, unsere große Dichterin und Poetologin es ausdrückt, „mit dem Numinosen“, andere sagen schlicht und einfach „mit Gott“. Und schon sind wir beim Gebet, und wie ich schon oft erwähnte, habe ich es so erlebt, wie Elie Wiesel es in seinem wohl bekanntesten Buch ausdrückte. „Macht Gebete aus meinen Gedichten“ – Gebete entstanden eines Tages, ganz von alleine. Dieser Gedanke passt in diese Novemberwochen mit ihren großen Gedenktagen.

Diese jungen Frauen haben einander und mich durch die ersten Lockdowns begleitet. Manchmal schreiben wir auch. Das Alter der mit mir Schreibenden war und ist bunt gemischt und geht durchaus bis ueber 70 – allerdings weniger am Bildschirm.

Nun, was erwartet Dich oder Sie, in den kommenden Wochen und Monaten? Im Folgenden werde ich das eher persönliche „Du“ benutzen, mögen mir alle unbekannten Leserinnen und Leser diese allzu große Vertrautheit verzeihen.

Übrigens, für diejenigen, die mich noch nicht kennen bzw. noch nicht bei Bildschirmarbeit kennen: ich bin ziemlich geschickt, locker, erfinderisch geworden – ob mit Skype, Zoom oder sogar, bei kleinen, jungen Gruppen, auf Whatsapp.  Es gibt mehr kurze Pausen als sonst, und Dyaden oder Kleingruppenarbeit gehen bestens am Bildschirm.

 

Doppelpack „Schreiben am Vormittag – Dicht am Leben“ – ONLINE (Zum Termin)

An zwei aufeinander folgenden Tagen.

Datum: Montag 29. und Dienstag 30.11.2021, jeweils 10-12:15.

Inhalt: Alle Themen willkommen, ich greife intuitiv auf und gebe Schreibimpulse, höre wertschätzend zu, gebe, zusammen mit der Gruppe, eine „Heilsame Resonanz“. Die bewirkt, zusammen mit dem Vorlesen Deines Textes, dass Du dich gesehen und gehört fühlst, manchmal tiefer denn je.

Anmeldung: Bitte Skype-Adresse mit Deiner Anmeldung schicken und 50 € auf mein Konto überweisen (Kontakt).
Kosten: 100 € beides zusammen.

 

Zeit für Dein Projekt! – Keine Ausrede mehr! – Halb Seminar/ Halb Frei- bzw. Schreibzeit – ONLINE/HYBRID (Zum Termin)

Donnerstag bis Samstag. Do 11.11, 13-17:30, Fr 12.11., 9-13:30, Sa 13.11.2021, 13-18:00.

Kurzentschlossene greifen direkt zu (oder greifen nur einen oder zwei Tage heraus).  Während dieses sehr strukturierten Projektes sind schon Bücher entstanden, veröffentlicht und/oder in Arbeit. Das muss aber nicht sein. Ein Projekt kann hier auch seinen Anfang nehmen oder ein Lebensprojekt sein. Wer nur an einem Teil oder an zwei Teilen dabei sein kann, bitte telefonische Abklärung.

Details zum Inhalt: Mit der Bestätigung von mir.
TeilnehmerInnenzahl: max 4

Anmeldung: Umgehend oder Anruf, Festnetz 0228/443939, rufe zurück.  Anmeldung immer mit zeitgleicher Überweisung (Kontakt). Du erhältst eine Bestätigung.
Kosten: ab 100 € inkl./halber Tag; flexibel, nach Anzahl der Teilnehmer, da der Kurs sehr strukturiert und intensiv ist.
Wichtige Info: Dieses Angebot wird in Kürze wiederholt, wahrscheinlich im Februar. Zeitliche Wünsche können NOCH geäußert werden.

 

KreativER Schreiben – Die Zweiergruppe öffnet sich – das beliebte Angebot geht weiter! (Zum Termin)

Mittwochs, ca. alle 4 Wochen, 19.00-21:30 – ONLINE – evtl. HYBRID
Termine: 19.1., 16.2, 23.2., 6.4.2022

TeilnehmerInnenzahl max.4
Kosten: 280,00 € inkl.
Anmeldung: Bis 7.1.2022 (Kontakt)

Wichtige Info: Da in diesem Kurs auch an längeren Texten und wachsenden Projekten gearbeitet werden kann (und wurde!), werden zwischendurch auch mal Texte/Textauszüge herumgeschickt. Dadurch fällt für die Teilnehmer freiwillige Hausarbeit an und für die Leiterin Lese- und Resonanzarbeit. Was mit der Grund dafür ist, dass wir mehrere Wochen zwischen die Termine legen. Hier wenden wir alles an, was uns an Kreativitätstechniken, Schreibimpulsen, praktischen Übungen einfällt bzw. was passend erscheint.

 

Der Saal im Waldhaus blickt direkt in den dichten Wald, der sich bis zum Laacher See hinunter zieht – ein herrliches Arbeiten dort, innen und außen!

Kontemplatives Schreiben – Unseren Platz einnehmen – ONLINE – evtl. HYBRID (Zum Termin)

Donnerstags, 18-20:00
Termine:
2021: 25.11., 2.12., 9.12,16.12.
2022: 13.1., 20.1., 10.2., 17.2., 10.3., 24.3., 7.4.2022

Wir arbeiten, wie viele von Euch es kennen, prozessorientiert, nah am Leben, mit den Themen und den Schreibimpulsen, die mir passend erscheinen: Aus dem kreativen, autobiografischen, therapeutischen, intuitiven Schreiben, mit dem sehr stärkenden Lebensmittel der „Heilsamen Resonanz“, einer Erfindung von mir. Doch der Fokus liegt auf dem Kontemplativen Schreiben, und wir erforschen tiefer, was es damit auf sich hat. Kurze Zeiten der Stille spielen eine größere Rolle als in anderen Kursen. Immer wieder kehren wir zu der Frage zurück, wie wir unseren Platz einnehmen können.

Teilnehmerzahl: max. 6
Kosten: 4 Termine: 100 € inkl.; 7 Termine: 175 €; Du kannst auch alle 11 Termine schon zusammen buchen.
Anmeldung: Ich bitte um rasche Anmeldung unter Angabe der Kurszahl (Kontakt). Du bekommst dann eine Rechnung von mir.

 

Falls die Covid-Maßnahmen es zulassen, gibt es im neuen Jahr ein Angebot in der Familienbildungsstätte: “Unseren Platz finden” ab 2.2.2022, 10x mittwochs von 10-12:15

 

NEU! Prozessorientiertes Schreiben DIREKT nach der Morgenmeditation 7-8:00! – ONLINE (Zum Termin)

(Es wird empfohlen, mindestens die 2. Einheit, also von 7.35-8.05 mitzumachen. Es gibt dann Pause bis 8:30)

Schnupper-Termine: 15.11., 16.11, 14.12., 15.12.2021, jeweils 8:30-9:30. – ONLINE

Anmeldung: Jeweils bis 2 Tage vorher, 12 Uhr mittags. Buchung einzelner Termine möglich (Kontakt).
Kosten: Meditation auf freiwilliger Spendenbasis (empfohlene Spendenhöhe: 30 Min. ab 5 €). Schreiben/Termin: 20 € inkl.

 

NEU! Poesiepädagogische/-therapeutische Supervision im Praxisfeld – ONLINE-evtl. HYBRID (Zum Termin)

Für alle TrainerInnen und Trainer, Therapeutinnen und Therapeuten, Sozialarbeiterinnen, Gruppenleiter usw., die im weitesten Sinne kreative Schreibmethoden in 1:1 Settings und/oder in Gruppen anwenden oder anwenden wollen.

Ich arbeite prozessorientiert, und habe, was speziell dieses Ausdrucksgebiet angeht, entscheidend von Ilse Orth und natürlich aus Jahrzehntelanger eigener Praxis gelernt.

Termin: 17.11.2021, 9-13, wir können das aber auch abkürzen, je nach Anzahl der TeilnehmerInnen

Anmeldung: Bitte rasch, gerne auch telefonische Abklärung der Anliegen (Kontakt)
Kosten: flexibel, je nach TeilnehmerInnenzahl und Zeit.

 

 

Wiese vor dem Waldhaus: In den warmen Monaten ist es traumhaft, auf der Wiese vor dem Waldhaus, mit Blick bis zum Horizont, zu arbeiten. Wenn es kühl ist, lädt sie ein zur Geh-Meditation. Manchmal ist diese länger, dann kann es sein, dass wir unterwegs schreiben, lesen, Resonanz geben.

ENDLICH WIEDER! Visions-Schreibwerkstatt! Das Alte (Jahr) dankend verabschieden – Den Übergang über die Schwelle wahrnehmen (Bardo) – Das Neue offenherzig einladen, empfangen, begrüßen. (Zum Termin)

(Falls wir uns persönlich treffen können, MIT VISIONSCOLLAGE, und evtl. Raumkosten-Umlage; Ihr bekommt rechtzeitig Bescheid. Ich glaube aber eher nicht, dass die Corona-bedingten Restriktionen geringer werden).

Sich diese Tiefauslotung zu gönnen, zu Beginn des Jahres, ist äußerst segensreich, ich spreche aus eigener langjähriger Erfahrung an mir selber und mit vielen Gruppen.

Freitag, 7.1. bis Sonntag, 9.1.2022: Fr 17-21 (mit Pause für Abendimbiss), Sa 9-18, So 10-17 (Mittagspause jeweils 1 ½ Stunden)

TeilnehmerInnenzahl: max 5
Kosten:210,00-265,00 € (nach Selbsteinschätzung)
Anmeldung: bitte bis 21.12.2021 (Wintersonnenwende!). Du erhältst eine Bestätigung, eine Rechnung und detaillierte Informationen (Kontakt).

 

So bewährt – so erleichternd! Kriegsenkelinnnen – und Kriegsenkel-Schreibwerkstatt. Gemeinsam schwere Lasten abwerfen – ONLINE, evtl. HYBRID (Zum Termin)

Termine: Sa 15.1., 9-18.00 (insgesamt mind. 2 1/2 Stunden Pause) und So 16.1., 9-14.00. (insgesamt ca. 1 ½ Std. Pause). Auf Wunsch können weitere Termine, auch Einzeltermine, vereinbart werden.

Inhalt: Ich arbeite an dem Thema seit mehreren Dekaden (mit mir selber und kollektiv) und in Werkstätten seit mehr als 15 Jahren. Mit Prof. Radebold, seiner Frau, Sabine Bode, und Alexandra Senfft, dem Filmemacher Andreas Fischer, habe ich bei unterschiedlichen Gelegenheiten gelernt, alle waren auf Veranstaltungen, zu denen ich eingeladen habe, und ich besuchte sie (zum Teil). In der von mir geleiteten „Dialog- und Schreibwerkstatt für Kriegskinder und deren Nachkommen, Kriegsenkel und Nachkriegsurenkel und urenkelinnen“ habe ich sehr viel gelernt, wie natürlich auch auf den internationalen Zeugnis-Ablegen-Retreats in Auschwitz, Bosnien, Sizilien, Süd-Dakota, Griechenland. – Das erwähne ich deshalb, weil die Sensibilität für verborgene Themen sowie für (latente) Resilienz und passende Schreibimpulse sowie für das Heilsame Gruppenfeld natürlich gewachsen ist. Ich arbeite intuitiv und prozess-orientiert, das heißt mit dem, was „die Seele frei gibt“. Über die Jahre haben sich stets größere Verständigung, eine gewisse Befriedung und Akzeptanz sowie Klarheit und Selbstvertrauen, Ausdruckskompetenz, Mut zum Fragen und Ertragen, vor allem durch das Erleben von Zugehörigkeit zur Gruppe und tiefer Wertschätzung, eingestellt.

TeilnehmerInnenzahl: max. 6
Kosten:
185 inkl.. Mit der Anmeldung zu überweisen oder nach Erhalt der Rechnung.
Anmeldung: Bis 2.1.2022. Du bekommst mit der verbindlichen Anmeldung eine Bestätigung von mir und entweder eine Rechnung oder eine Quittung, falls Du, was mich freut und noch verbindlicher ist, die Überweisung schon gemacht hast. Außerdem erhältst Du detaillierte Informationen (Kontakt).

 

ICH SAMMELE ERNSTHAFTE INTERESSENTINNEN UND INTERESSENTEN FÜR FOLGENDE VORHABEN:

*Gewaltfrei kommunizieren – achtsam und wertschätzend leben. Mit „Gewaltfreier Kommunikation“ meine ich tatsächlich „nach Marshall Rosenberg“ und den von ihm zertifizierten Menschen. Achtsamkeit und Wertschätzung übe ich bei buddhistischem Geistestraining, beim Sitzen in Stille (Zazen), in Kommunikationstrainings. Ich habe fünf Jahre lang eine GfK-Übungsgruppe moderiert, die sich regelmäßig einmal im Monat traf und in den letzten beiden Jahren auch für Wochenenden wegfuhr. Wir hatten die bekannte Sabine Fiedel in unserer Gruppe und Wolfgang Schulz und lernten mit ihnen. Das Einführungswochenende machte ich mit Wolfgang, zwei einwöchige GfK-Seminare mit Herbert Warmbier aus Köln, eine Jahresgruppe mit Armin Torbecke in Hannover, und bot selber immer wieder Kleingruppen an, beginnend mit der Frage: Wie und wann erlebte und erlebe ich Sprache als gewaltvoll, bei mir selber als Sprechende und durch andere erfahren? – Diese neue Sprache der Verbindung zu erlernen ist anspruchsvoll und …dauert. Ich möchte weiter forschen und lernen und gerne – zumindest am Anfang – Impulse und Struktur geben. MELDET EUCH! Es lohnt sich. Kontakt

 

*Supervision von Poesiepädagoginnen/-therapeuten oder auch Supervision mit poetischen Mitteln): siehe weiter oben. Es ist sehr effektiv und macht Freude. Du kannst allerdings Deine Klienten und Gruppenmitglieder nur dahin sicher führen, wo Du selber gewesen bist. Daher ist für eine verantwortliche schreibtherapeutische Arbeit tiefes Schauen=Supervision unumgänglich.  – Vielleicht entsteht eine Gruppe? Noch hast Du Einfluss auf die Terminauswahl. Kontakt

 

*Paare: Langjähriges Lieblingsangebot von mir, in den Familienbildungsstätten der Umgebung, als einmaliges Tagesangebot oder als fortlaufende Paargruppe, teilweise mit meinem ehemaligen Partner, aber auch alleine: „Die Sprache der Liebe lernen“. Ja, sie ist zu lernen, und vor allem in einer Gruppe mit anderen Paaren. Denn Paare brauchen Paare! In diesem Angebot, das aus einem Vortrag zur Einführung und dann aus mindestens einem Übungstag besteht, aber gut aus mehreren Tagen/alle drei Monate z.B. und einigen Abenden über ein Jahr verteilt bestehen könnte, erhaltet Ihr Anleitung und Raum zum Üben zum Wesentlichen Zwiegespräch nach Prof. Michael Lukas Moeller, wie Raum zum Stillwerden und Innehalten, zum Mini-Zwie, auch mit anderen aus der Gruppe, zum intuitiven, kurzen Schreiben, und je nach Zeit, auch zu den Grundlagen der GfK. Paare sind wie Bäume, lebensspendend als Eltern, auch wenn die Liebe nicht mehr ausreicht. Ihr könnt hier auch erfahren, wie Ihr gute Eltern, durch die Trennung hindurch und danach bleiben könnt. Kontakt

 

*Natur-Coaching: Ist möglich und sehr effektiv. Sprachen Sie mich/Sprich mich an! Im Ggs. zu einem Coaching bei mir im „Kleinen Tempel“ braucht das Coaching in der Natur mehr Zeit, die Natur dient dabei als Spiegel. Meine schamanischen Erfahrungen, zum Beispiel mit sog. „Medizin-Wanderungen“ kommen Dir hier zugute. Kontakt

 

*Ausflüge/Fahrten auf den Spuren berühmter Dichterinnen! Im kommenden Jahr denke ich an Hildegard von Bingen und Else Lasker-Schüler in Wuppertal. Eventuell schaffen wir es auch, uns der wunderbaren Etty Hillesum zu widmen und nach Holland zu fahren. Natürlich schreiben wir zu unseren Begegnungen und könnten hinterher eine Lesung veranstalten. Kontakt

 

Dieses Haus gehört zum wunderbaren Kunze-Hof, in dem meine meisten Bildungsurlaubs-Angebote der letzten Jahre stattfanden. Nächstes Jahr bin ich allerdings auf Norderney… welche Freude!

Die beiden größeren, mehrtägigen Schreib-Workshops/Retreats sind bis jetzt:

* Schreiben als Quelle der Kraft – Bildungsurlaub auf Norderney: 2.-7.5.2022

* Kontemplatives Schreiben: Unseren Platz einnehmen, Waldhaus am Laacher See: 15.-19.7.2022

 

 Die TEMPEL-NEWS folgen in Kürze, auch hier gibt es Spannendes zu berichten.

 

Bankverbindung: Sparkasse Köln-Bonn
IBAN DE55 3705 0198 0032 9013 40
BIC    COLSDE33XXX

Wer Lust hat zu spenden: Der Kleine Tempel (Neu: Zen-Tempel-Bonn) frisst ja immer weiter, auch in der Pandemie, zum Beispiel viel Strom für Heizungsgerät, dazu Computer, Wartung, Zoom, Website…Ihr glaubt gar nicht, was da an Kosten zusammen kommt, bevor ich etwas verdiene) Die ehrenamtlichen Engagements werden auch nicht weniger, solange ich noch kann, mehr dazu, zum Beispiel zu meinem Training als Hospizhelferin im Haus Rosental, in den Tempel-News.

 

Ich bin so gespannt, wen ich bald (wieder) sehen werde! Schreiben und Stille: Was für ein starkes Paar!

Deine Monika

 

Tempel-News: Termine zum letzten Mal öffentlich

Termine bis 31.12.2021 noch hier.

Ein so unglaublich reiches Jahr liegt hinter mir, vielleicht auch hinter uns. Ja, warum sollen wir nicht im November beginnen, zurückzuschauen und uns zu wundern?

Meditieren im kleinen Tempel

Die (fast) täglichen Zazen-Angebote morgens, die in den ersten Monaten des Jahres noch regelmäßigen, wöchentlichen Zazen intensiv-Sitzungen, mit Koan-Councils und „Cappuccino“(Trink)-Meditation haben uns über die letzten Lockdowns getragen und den entsprechenden Kummer, der mit diesen Einschränkungen einherging, eingeschmolzen. Die Metta-Übung  „Tatort“, anfangs so begehrt, wurde weniger wichtig, fast alle der kleinen Gruppe engagierten sich schließlich in eigenen Programmen, bei denen es um Heilung von trennendem Schmerz in Beziehungen (vor allem gegenüber uns selber) geht. Examen wurden abgelegt und bestanden, kleine und größere Umzüge standen an, ein Baby wurde geboren, und die Kontinuität unserer Gruppe kam ins Wanken. Da waren die unverkennbare Freude am Zusammenhalt und daran, einen Ort zum ehrlichen, tiefen Austausch zu haben. Die Lust, selber zu passenden Zeiten zu meditieren,  auch selber Meditation, Yoga, Begleitung anzubieten, war groß und wurde spürbarer.

Ich befinde mich in den letzten Tagen meiner dritten Praxis-Periode, genannt „Ango“, die ca. von Mitte September bis Ende November geht und ein 5-tägiges Sesshin einschließt, mit je einem Ganztags-Sitzen beginnt und aufhört und uns zu einem ‚Mehr und Tiefer‘ an Studium und Übung veranlassen möchte. Wie Ihr wisst, sitze ich mit Zoketsu Norman Fischer und der Sangha www.everdayzen.org. An derem täglichen 30-minütigen Sitzen, das um 16:30 MET stattfindet, kann jede:R ohne Anmeldung teilnehmen. Diese Gruppe, geleitet von drei Ältesten (Priesterinnnen, angehenden Priestern) ist ein Wunder an Kontinuität, an Stabilität, für das ich, neben vielem Anderen, sehr dankbar bin. Ich habe während des Sesshins gespürt, dass für mich eine Vertiefung der Praxis, der Übung dran ist. Ich möchte die in jener Sangha verwendeten Chants an passenden Stellen im Ablauf selber anwenden, üben, auswendig lernen. (Einige wie das Herzsutra, die Vier Großen Gelübde, seltener: ‚Enmei Jukku Kannon Gyo’ praktizieren wir ja von Beginn an selber).

Das ist eine deutliche Veränderung. Wann genau und was genau: dazu mache ich mir noch Gedanken bzw. bespreche es. Ich kann Euch hier nur soviel sagen, dass ich an wöchentlich dreimal Zazen denke, am Morgen, vielleicht zweimal kurz und einmal mit Service. Service heißt: Gedenken der Kranken und Toten. (Das kann ich auch alleine machen). Inwieweit wir weiter mit den Koans aus dem Buch „Das Verborgene Licht“ arbeiten, ist mir noch nicht klar. Da ich nicht mehr so viele kurze Termine haben möchte, die ja alle kommuniziert und eingehalten werden wollen, denke ich über Zen-Tage nach, die die Koan-Gruppen-Arbeit beinhalten könnten. Es ist nicht so, dass Dharma-Workshops mit Interaktion, Kreisarbeit NICHT mehr angeboten werden sollen. Neu ist, dass ich persönlich meinen Soto-Zen-Weg ernsthaft üben und vertiefen werde, unabhängig davon, ob sich Weggefährtinnen und-gefährten einstellen werden. Ich sehe die Every-Day-Zen Foundation (everydayzen.org) als meine Hauptsangha und Norman Fischer als meinen Haupt-Lehrer. Termine werden künftig nur auf Anfrage verschickt (bitte unformell).

Eine sehr wichtige Sangha und deren Leiterin ist auch das Upaya-Center in Santa Fa mit Jiko Joan Halifax. Seit Jahren höre ich so viele Vorträge wie ich kann, verfolgte die Reisen von Roshi, die zum Thema: Sozial Engagierter Buddhismus gehören (Nach Nepal: Nomads-Clinic-Project, nach New York: Klima-Projekt rund um Jane Fonda). An dem Training „Sozial Engagierter Buddhismus“ (SEBT) nehme ich seit Februar diesen Jahres teil, es dauert genau ein Jahr, endet mit einer Abschlussarbeit und einem Zertifikat.

Ebenfalls gehört in diesen Teil meines Lebens mein sehr spontan gefasster Entschluss, an einem Training für Hospizhelfer:innen im christlich geführten Haus Rosental teilzunehmen. Als ich im September die Kontaktperson, Sozialarbeiterin und Hospiz-Koordinatorin Tabita Urdze anrief, begeistert von dem Angebot, sah es fast so aus, als würde es eventuell kaum oder gar nicht zustande kommen. Kurz: Es kam zustande, und wie! Wir üben mit zwölf hoch motivierten Frauen und vielen weiteren Terminen, die ich zum Teil nicht einhalten konnte.

Die Praxisperiode „Ango“ entwickelte sich zu einem ständigen Ringen um Balance und Angemessenheit, um auf verbindliche Weise „Nein-sagen“ zulernen, um flexibles Erkennen und Durchtragen von dem, was das Wichtigste jeweils war und um möglichst Null Schlamperei bei der Zen-Übung. (Dann sah es eben woanders schlampig aus!). Die strenge Form des Zen half mir, mich aufzurichten in dem, was mich niederdrückte, mich zu entspannen in dem angespannten Programm, auf Haltung und Form zu achten, wo mir nach Nachlassen war, und um Loslassen, wo mir nach Festhalten der Sinn stand. Und das alles, ohne hochmütig, starr und verbissen, barsch und grandios, oder niedergeschlagen und kleinmütig zu werden!

Rinzai-Zen-Tempel To Gen Ji im Lebensgarten Steyerberg

In diese Periode von fast drei Monaten legte ich einen Monat, den Oktober, in dem ich ein Einzel-Retreat machen wollte. Das hieß, keine beruflichen Termine, überhaupt wenig oder keine Ablenkung durch und in Beziehungen. Statt dessen: Sammlung, Einkehr, mehr oder länger Sitzen-Gehen-Sitzen als sonst, studieren, draußen sein und achtsam gehen, schreiben. Ursprünglich wollte ich mich einnisten in einem Bauwagen in To Gen Ji in Niedersachsen, und an den gemeinsamen Meditationen teilnehmen. Dies wurde mir zugestanden.

Mir ist daran sehr gelegen, die Choka Sangha und den Tempel To Gen Ji, im Lebensarten Steyerberg bei Bremen, unter der Leitung von Zen Meister Christoph Hatlapa, zu unterstützen. Christoph Hatlapa lehrt seit vielen Jahren Mediation und Gewaltfreie Kommunikation, beides in Ausbildungsgängen, beides für Frieden und Verständigung in unserer Welt unabdingbar. Ferner ist Permakultur fest verankert und wird ebenfalls gelehrt und gelebt. Kürzere und längere Aufenthalte im Tempel sind möglich, heilsam, lehrreich. Junge und alte Zen-Interessierte sind sehr willkommen, die Stille der Natur auf dem Gelände ist wohltuend und heilsam. Zen-Meditationsgruppen findet man in mehreren Städten, auch in Bonn. Die Zen Meisterin Katharina Weber hat vor, noch mehr Sesshins für Frauen anzubieten. Auch dies: Ein Plus, das für das Zentrum spricht.

Wir saßen in einer Kleinstgruppe, bestehend aus der Zen Meisterin Katharina Weber und ihrem Partner, auch ein Zen Meister, beim Essen und Arbeiten (viel Arbeit: Permakultur, Kochen, kleine Häuser Bauen…) und ein bis zwei Residierenden viermal am Tag, vorher und hinterher immer mit Wechseln der Kleidung. Das Anziehen des japanischen Anzugs aus Hose und Jacke musste gelernt werden, das heißt, insgesamt gingen für diese Prozedur plus Dokusan 3-4 Stunden/Tag drauf. Es hat mir aber große Freude bereitet. Leider war es mir überall schnell zu kalt und ich bekam eine Blasenreizung. Das Ofenheizen im Bauwagen entzückte mich, hatte jedoch, wie Ihr wisst, seine Tücken: Entweder zu heiß oder zu kalt, auf wenigen Quadratmetern, eine Mitte haben weder ich, noch der Ofen gefunden. Nacht habe ich im Wald gepinkelt. Romantisch, eindrucksvoll, herrlich, still, unvergesslich. Zum Schreiben völlig ungeeignet. Nach vier Tagen, in denen ich herzlichst behandelt wurde und oft in der Stille war, reiste ich ab, endlos an Bushaltestellen stehend, zu Beginn der Reise. Das Gute war, ich fuhr über Hannover zurück, schloss Rucksack und Schlafsack ins Schließfach ein, nahm am Ganz-Tages-Sitzen mit meinem Lehrer Norman Fischer teil, vom Hotel aus, und besuchte meine Mutter in Bad Nenndorf. Das, so fühlte ich, SOLLTE sein. Wieder zu Hause angekommen – meine liebe junge Nachbarin legte Post in meine Wohnung und schaute nach dem Rechten -, erblickte ich unter den drei Fenstern meines einzigen Zimmers einen Friedhof: Den Friedhof der Wespen. Zwei Wochen lang überließ ich das Zimmer, die Fenster den verendenden Wespen, die mich anrührten. Dann ließ ich das Nest aufspüren und entfernen von einem Kammerjäger. Die friedliche Koexistenz war an eine Grenze meiner Nerven gestoßen. Immer wieder schlüpften neue Wespen, die ihr Glück versuchten. Ich war irgendwie stolz, dass die meisten aus diesem Volk einen ihnen gemäßen Tod sterben konnten – unbedroht von mir oder von Pestiziden. Einen Tag danach stach mich die einzige Wespe, die noch überlebt hatte, vielleicht in einer Topfpflanze. Ich kann sie verstehen.

Mein Bauwagen, meine Zuflucht bei der Choka-Sangha im Lebensgarten Steyerberg

Das alles war und ist Praxis. Mir halfen: Fokus auf den Ausatem legen, Atembewegungen überhaupt wahrnehmen, Tonglen, Metta mir selbst gegenüber und dann ausstrahlend, schauen (kontemplieren), kontemplierend gehen, Fahrrad fahren, bewusst essen (wird immer besser). Morgens und abends dankend beten. Für andere beten. Mehr sitzen als sonst. Alles andere übersehen. Angst-Management, weil ich kein Geld verdiente im Oktober. Meine Schwester anhören, die eine Diagnose für Brustkrebs hat. Abends oder morgens nochmal Red Pine lesen. Über diese alten Lehren staunen – sie sickern ein wie Dharma-Regen eben langsam einsickert, manchmal schnell und jäh. Manche Vorträge von Norman habe ich zweimal angehört. Notizen machen. Ich habe großes Vertrauen ins Leben, in meine Übung, in unsere Übung erlangt. Das Sesshin war die Königsdisziplin. Ich freute mich auf 15 Uhr, da machte ich den Kleinen Tempel und mich fertig (Frisches Wasser, nochmal lüften, genug Saft im iPad?), und so saß ich zum zweiten Mal am Tag, von ca. 15:15 oder spätestens 15:45 bis ca. 22 Uhr. Meine amerikanischen Freundinnen und Freunde würden danach noch zweimal sitzen, bevor sie schlafen gingen. Ich habe mir das diesmal geschenkt, um morgens frisch zu sein, weil sich inzwischen die Emails und sehr wichtige Anfragen derartig gehäuft hatten (Techniker Krankenkasse, Künstlersozialkasse, Steuerberater, ganz zu schweigen vom Newsletter, der dringend gemacht werden musste, ganz zu schweigen von Quittungen und Emails-Beantworten). Fühlte sich das gut an? Nein. Und ja. Ich habe mich so weniger unter Druck gesetzt.

Gerade fällt mir noch ein: War ich nicht in Bosnien, schon in der Praxisperiode?

Ich habe mit dem Hotelbesitzer in Sanski Most gesprochen, dass ich am Samstag Abend einen ruhigen Raum suchte, um am Ganztags-Sitzen mit Norman teilzunehmen. Den ruhigen Raum bekam ich, aber WLAN reichte nicht bis dort. (No comment!). Die Bosnien-Reise, die ich gerne “eine moderne Pilgerreise” nenne, war in jeder Hinsicht aufschlussreich und nachdenklich machend, mit aufwühlenden menschlichen Begegnungen, großer Gastfreundschaft, einem zarten Umgang miteinander dank Vahidin und Timka Omanovic und einem großartigen Projekt: dem “Garten der Möglichkeiten”.

 

Das ‚Center for Peacebuilding’ in Sanski Most mit dem „Garten der Möglichkeiten“, einem großen Grundstück, auf dem nach den Lehren der Permakultur Gemüse angebaut und kürzlich Obstbäume gepflanzt wurden, wo Friedensarbeit gelehrt, trainiert und praktisch gelebt wird, ist unbedingt unterstützenswert. Die wenigen Unterkunftsmöglichkeiten sollen ausgebaut bzw. Winterfest gemacht werden und ein Seminarzentrum ist geplant.
Der Gründer und Leiter des Zentrums, Vahidin Omanovic, hat für dies Projekt einen wichtigen Preis des Auswärtigen Amtes erhalten. Wir können ihn und die jungen Frauen und Männer aus Bosnien, aber auch aus Kroatien und Serbien unterstützen, sich weiterhin bei der sehr anspruchsvollen Friedensarbeit in ihrem geschundenen und immer noch politisch fragilen Land gesunde und langfristige Perspektiven aufbauen zu können. Wenn Sie möchten, nehmen Sie Kontakt auf, fahren Sie hin, die Gastfreundschaft und Neugier ist umwerfend, und SPENDEN SIE!

 

Während ich hier sitze, in meiner winzigen, warmen Küche mit Blick auf die wunderschöne Elisabethkirche hinter nackter werdenden Bäumen, spüre ich diese Segnung des kontemplativen, intuitiven Schreibens. Schauen ist anders als Sehen ist anders als Starren und Festhalten. Es gibt, wie ich schon oft sagte und schrieb, die Kunst eines loslassenden Schreibens, aus dem ganzen Körper heraus. Nicht ein lässiges Schreiben, aber ein gelassenes, für das ich viel Übung gebraucht habe, denn schließlich verändere ich hinterher fast nichts (was oft ein Nachteil ist, aber mein Risiko). Ich stehe ein für Improvisation, auch beim Schreiben, gerade beim Schreiben, der am Stärksten zensierten Kunst von den Künsten des Ausdrucks in Deutschland.

ICH SUCHE ERNSTHAFTE INTERESSENTINNEN UND INTERESSENTEN, MIT MIR ZEN ZU PRAKTIZIEREN. Bitte frage nach, welche Angebote es gibt. Ich werde diese nicht mehr, jedenfalls für eine Zeit, auf meine Webseite stellen. (0163/2695423)

DASSELBE GILT FÜR DIE ZEN PEACEMAKER-AKTIVITÄTEN. Da wir im Februar das SEBT-Training abgeschlossen haben werden, könnt ihr damit rechnen, dass wir dich demnächst einladen, mit uns zu sein. ALLE NÄCHSTEn NEWS NUR AUF ANFRAGE. (0163/2695423)

WIR RUFEN DICH UND HUNGRIGE HERZEN!

Eure
Jion

Kreatives und therapeutisches Schreiben lernen

Willkommen bei “Schreibfluss”, liebe schreibende Freundin, lieber schreibender Freund!

Schreibende benötigen einen geschützten, in achtsamer Weise definierten Raum, um sich frei ausdrücken zu können. Ebenso braucht der schreibende Mensch, der vielleicht noch gar nicht weiss, wie sehr sie zu dieser Zunft gehört, Weggefährten_innen und geschulte Anleitung wie ‘Heilsame Resonanz’ ©. Hier kannst Du tiefes Zuhören üben und erfahren.

Du kommst – wieder – in Fluss und entfaltest Deine ‘Wahre Stimme’, die nicht selten zu einer Berufung führt.

Meditation, interreligiös und interkulturell

Namaste! Willkommen im ‘Kleinen Tempel’ und überall, wo wir einander begegnen!

Du möchtest mit mir üben, im Sitzen, beim Gehen, Arbeiten, Essen und in der Kommunikation zu meditieren? Frieden zu schliessen mit Dir selber, unseren Mitwesen, Deinem und unseren Leben? Du möchtest friedenstiftend wirken auch an ‘unterversorgten Orten’? 

Suchst Du Gleichgesinnte, die eine authentische Meditationspraxis aufbauen und sich darüber austauschen möchten? Daran mitwirken, dass wir eine liebevolle Gemeinschaft werden, ohne Dogmatismus, mit klaren (Selbst-)verpflichtungen, die von allen entwickelt und getragen werden?

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