Blog
Der große Unterschied

Wenn ich höre, dass ich auf einem bestimmten Schulungsweg zu meiner Buddha-Natur gelange, dann ist das etwas ganz Anderes als zu erfahren, dass die Buddha-Natur immer da ist. Der große Unterschied.
Beide Ansätze scheinen nicht soweit voneinander entfernt zu sein: Denn beide Lehren finden sich im Zen, und im Zen geht es ohnehin stets darum zu praktizieren, also zu sitzen. Sich formaler Meditationspraxis hinzugeben. Beim ersten Ansatz höre ich jedoch eher den Mangel an Buddha-Natur bzw. an ausreichender Sitzpraxis. Beim zweiten Ansatz hingegen geht es mir so: Ich glaube es neuerdings. Ja, das gilt für mich und fuer alle Wesen gleichermaßen.
Wenn ich der Wahrheit dieses Satzes glaube, dann vertraue ich meiner Buddha-Natur. Das verändert alles. Wenn ich sie erkennen kann, dann erkennt ja Buddha-Natur Buddha-Natur. Ist das nicht hochgradig erstaunlich?
Ja, das ist es. Ich bin glücklicher, seit ich dies gehört und wahrgenommen habe. Wie ein Bleilot senkte sie sich auf den Grund meines/allen Seins, diese Erkenntnis, und warf ihren Anker. Mir will es scheinen, dass es leichter geworden ist, in einer schwierigen Situation, meine Ruhe schnell wieder herzustellen, indem ich das Aufgewühlte bemerke und es in die Weite entlasse. Da ich die Buddha-Natur habe, wird mir das schon gelingen, denke ich kurz.
Langsam begreife ich, was Aktualisierung sein könnte. Etwas ist da und schon immer da gewesen, muss/kann/darf aber noch aktualisiert werden. Etwas Intimes hat sich mir enthüllt: Wie ein zartes, süßes Geheimnis.
Nur, dass es im Eigentlichen kein Geheimnis ist.
Mehr Artikel
Parabel „Chen’s Bergblumen“ – gelesen von Monika Winkelmann
Parabel „Chen’s Bergblumen“ zusammen mit dem Kommentar der verehrten Joanna Macy aus dem Buch „Das verborgene Licht“, erstellt und herausgegeben von Florence Caplow und Susan Moon gelesen von Monika Winkelmann, 22.04.2021
Der bewusste Atem
Dieses große Geheimnis verbindet uns mit dem Leben. Atmen wir nicht mehr, sterben wir. Manche von uns würden so weit gehen zu sagen: Kann ich nicht mehr schreiben, sterbe ich (seelisch, emotional). Atmen wir beim Schreiben bewusst? Nein, das glaube ich nicht. Aber wir...
Über Schatten und Furchtlosigkeit
Es ist leichter, über Schatten zu schreiben, als darüber zu sprechen. Besser wäre noch, ein Gedicht in drei Minuten dazu zu schreiben. Die unterliegen nicht unserer Kontrolle und schon gar nicht unserem Kontrollbedürfnis. Warum sollten wir den Schatten kontrollieren...
Impressum
Datenschutz
Kontakt
0 Kommentare