Tempel News: Ab 2.1.2026

von  | 14. Dez 2025 | 0 Kommentare

 

Tempel News: Ab 2.1.2026

ZAZEN

Unsere Sitzgruppe ist klein. Wer hat gute Ideen, wie wir wachsen können?
Ist die Uhrzeit morgens, 7:00 – 8:00, ungünstig? Im Sommer haben wir es eine Zeitlang um 6:00 versucht, weil das Klima frühes Aufstehen eigentlich nahelegt. es hat gar nichts gebracht.

BUCHSTUDIUM-GRUPPE

Brauchst Du eher persönlichen Kontakt? Das geht ab Februar oder März sicherlich wieder. Aus verschiedensten Gründen hatte ich einfach extrem viel zu tun, und es wird noch eine Weile dauern, weil ich noch anderen Themen aufarbeite (Über Stephen Batchelors Buch “Verses from the Center”/“Verse aus der Mitte” zu Ende schreiben. Den “Mar de Jade-Text” beenden. Artikel über vergangene Pilgerreisen schreiben. Mein Bio völlig erneuern, das alte ist nicht wieder aufzufinden. Bücher weiter und zu Ende lesen. Bücher von meinen Studenten vorstellen, rezensieren…). Alle Projekte, die in weitestem Sinne mit Ermäßigung zu tun haben (Wohnberechtigungs-Schein, Befreiung von Rundfunkgebühren, Bonn-Ausweis – gibt es den überhaupt noch? – Härtefall-Regelung/Arzneimittel-Zuzahlung etc.etc.) kosten nicht unbeträchtliche Zeit. Einiges habe ich schon auf die Reihe gekriegt, z.B. Steuern 2024 und 2025. Sabine hat mir eine tolle, neue Visitenkarte gemacht, in Rücksprache mit mir…und wenn es ein paar seelsorgerische Termine sind, die dabei herauskommen, es würde mich sehr freuen. In dieser oder ähnlicher Weise zu helfen, macht mir einfach große Freude.

BUCHSTUDIUM

Mit dem Buch von Norman Fischer zu arbeiten “The World Could Be Otherwise” ist immer noch beglückend. Nach und nach sickern die Erkenntnisse, die geistigen Übungen, Vorschläge für das eigene Praktizieren in mich hinein, jedenfalls diejenigen, für die ich empfangsbereit, reif bin. Schlagen sie Wurzeln? Werden Sie zu Edelsteinen? Vieles ist kontraintuitiv, weil es über das Reptiliengehirn hinausgeht. Dennoch können wir nicht wissen, welche irgendwann ausgebrachte Saat durch irgendeinen Trigger in uns aufgeht, welche Reaktion wir bei jemand anders auslösen bzw. die Person es zulässt, dass sie zum Beispiel explodiert, worauf ich explodiere oder implodiere…Die Phasen innerer Ruhe sind länger geworden, das beobachte ich deutlich, Angst tritt deutlich seltener auf, und wenn ich sie bemerke, nehme ich sofort Tempo raus aus der Gestaltung meines Lebens, und erfahre meist schnell, was los ist und meine Zuwendung braucht. Wer Zuwendung braucht…Welche Beziehung Pflege benötigt.

Buddhas Lehre ist vor allem die Lehre von wechselseitigen Beziehungen, die in ständiger Veränderung und weitaus fließender sind, als wir es uns vorstellen können. Gestatten wir es uns, mit zu fließen?

VOLLMOND-ZEREMONIE

Einmal monatlich wollen wir eine Vollmond-Reue-Zeremonie, japan. Ryaku Fusatsu feiern, bei der wir die Rezitation des Reue-Verses “All my ancient twisted karma, from beginningless past…” in den Mittelpunkt stellen. Selten können wir genau am Datum des Vollmondes feiern, dann verschieben wir das Sitzen um ein paar Tage. Ich werde mit den Ablauf der Zeremonie anschauen, die verwendeten deutschen Texte, vielleicht aus dem “Zendo am Fluss”, in Luzern, da wir von dort schon einige Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche verwenden. Nicht überall sprechen die Übenden aus, wo oder wie sie ethische Grenzüberschreitungen vollzogen haben. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit Gewalt in dysfunktionalen Familien oder zwischen Partnern oder in Gruppen ziehe ich den Schluss, dass gerade das offenherzige Bekenntnis vor bzw. in der Gruppe heilsam wirkt. Für den Grenzüberschreiter/die Grenzüberschreiterin selber auch! Dazu hat Bernd Hellinger einige tiefgründige Erkenntnisse geliefert. Auch ich habe es selber erlebt. Die Schuld meiner Vorfahren in Auschwitz konnte und wollte ich, von innen!, auf mich nehmen, und erlebte es als Befreiung. Wir haben noch nicht genügend Erfahrung damit, wahrscheinlich auch aus Angst vor Rache und brutalsten Bestrafungsakten, die angedroht oder vollzogen worden waren, an anderen.

TERMINE, jeweils von 20:00-22:00 online, bald hybrid:
4.1., 1.2., 5.3., 3.4. (In Kombination mit unserer 3. Pilgerfahrt/Synagogen-Gedenkzeremonie am 4.4. und der Auferstehung der Synagoge in unseren Herzen am 5.4.2026) Wir freuen uns über jeden, der oder die mitgestalten möchte.
Übungen mit und in der Stille, Gebete/Sutren an die Verkörperungen von Weisheit (Manjushri) und Mitgefühl (Kanzeon) und Lieder und Gebete anderer Traditionen werden uns leiten und begleiten. – Wir werden im Herzkreis (Council) sitzen und intuitiv schreiben -.

HALBTAGS-SITZEN, GANZTAGS-SITZEN, im Wechsel –
 früh beginnen, Vortrag aus Norman Fischers’s Buch, Frühstück,mit Oryoki-Versen, teilen, vor dem Mittag enden
⁃ spät beginnen, Vortrag von Norman o.a. hören, Mittag mit Oryoki-Versen teilen, Ende Nachmittag
Einmal im Monat bis alle sechs Wochen versuchen wir, nicht nur zu uns nach Hause zu kommen, sondern dort auch eine ganze Weile zu bleiben. Das ist sehr erfüllend, nährend, ausrichtend, auch wenn man es meist erst hinterher merkt. Solche Auszeiten sind heutzutage der wahre Luxus. Nichtstun bei allerhöchster Aufmerksamkeit. Warum nochmal sollten wie so etwas Sinnloses tun?- Wir werden im Herzkreis (Council) sitzen, intuitiv schreiben und teilen.-
TERMINE, halbtags, 6:30-10:30 (Tempel ist ab 6:00 geöffnet) (vorerst online)
22.02.
19.4.2026 (hinterher Monika Geburtstagsfeier/Sangha-Treffen)

TERMINE, ganztags, 9:00-15:30
25.01.
22.3.2026

22-Synagogen-Projekt im Rhein-Sieg-Kreis: Ab 2026 vierteljährlich.
Wir wollen sie, die Gotteshäuser, in unseren Herzen spüren und sie wieder aufleben lassen! Dieser Prozess wird gut zu Ostern passen. Dazu mehr auf der anderen News-Seite.

TERMINE:
31.01.2026 (Siegburg!)
3./4./5. April (Ostern) 2026

SPENDEN

Ich bitte herzlichst um kleine, mittlere und gerne auch höhere Spenden. Während die ehrenamtliche, versöhnungs-aktivistische, mitfühlende Aktion sowie die Zeiten des Übens, Studierens und Schreibens zunehmen, nehmen leider auch Nebenkostennachzahlungen, Neustarthilferückzahlung und Arzneirechnungen zu.
Jedoch möchte ich die Aufnahme eines Minijobs, wenn es geht, vermeiden, da ich das Kontemplative Leben sowie Angewandtes Mitgefühl und Studium/Schreiben als Berufung erfahre. Wenn es sein muss, schaue ich mich natürlich um. Allerdings möchte/muss ich auch einen WBS-Schein beantragen, mal sehen, wieviel ich da überhaupt verdienen darf.

Ich freue mich ehrlich über alles, was mir und damit uns hilft:
PayPal gerne oder auch aufs Bankkonto überweisen: DE55 3705 0198 0032 9013 40.

Wer einen GUTSCHEIN zum Verschenken braucht, denkt bitte auch an Einzelbegleitung, Zwiegespräche, Berufungsberatung, Streitschlichtung…- findet bei mit bestimmt noch ein interessantes, hilfreiches Geschenk.

FÜR KINDER, DIE IN EINER POCKENEPIDEMIE STARBEN
(Ich erlaube mir, an heutige Kinder zu denken)

Wenn der Frühling kommt,
Dann werden an allen Baumspitzen
Blüten erblühen,
Aber diese Kinder,
Die mit den Blättern
      des letzten Herbstes fielen,
Werden nie mehr wiederkommen.

~ Meister Ryōkan

 

Tempel-News 6.6.2025

Everydayzen Tempel

„Wohin geht unser Leben? Was ist der Zweck unserer Geburt, die Erfüllung, die wir tief in unserem Innern suchen?“
(aus: Zoketsu Norman Fischer, Unseren Platz einnehmen – Der buddhistische Weg zum wirklichen Erwachsensein, Arbor-Verlag 2004)

„Where am I and what am I doing?“
(aus: Sojun Mel Weitsmann, Seeing One Thing Through)

 

Zoketsu Norman Fischer (Foto: everydayzen.org)

Aktuelle Vorträge von Zoketsu Norman Fischer:

What do you call the world?
https://youtu.be/OrS4k12Au_Q?si=LUAvBWx4Mdry_1g-&sfnsn=scwspwa

Kanzeon
https://youtu.be/ASDwnM2lvlE?si=YZkXMGja6pIRoEi9&sfnsn=scwspwa

Opening the hand of thought
https://youtu.be/zMlR_8EJ22E?si=sE9DoL0kpw0UWq14

Liebe Sangha, liebe interessierte Menschen!

Einige von uns üben nun schon ein paar Jahre miteinander – ich freue mich darüber!

An meinem Geburtstag in 2024 besprachen wir, unsere Praxis zu intensivieren. Wie könnte das aussehen?
Ich schlug monatliches Halbtags-Sitzen vor. Wir legten Termine bis Ende des Jahres fest.
Meine Erinnerungen an Chobo-Ji in Seattle spielten hier als Vorbild eine Rolle, denn dort fanden monatlich einmal halbe Zazenkai-Tage statt. 
Wenn wir von 6:00-11:00 sitzen, haben wir noch etwas vom Sonntag und bereiten doch wenigstens einmal eine Mahlzeit vor und essen gemeinsam. Das ist mir wichtig. Wir alle wollen üben, langsamer, achtsamer zu essen. Wir denken traurig an die Verhungernden in der Welt. Kann man überhaupt im Angesicht von sterbenden Menschen essen? Nur im Kontext von hoher Achtsamkeit, Gebet und Ritual  – sonst kann ich mir das kaum vorstellen. Man könnte auch sagen, im Kontext von klaren Absichten und Widmungen, von Üben und Reflektieren lässt es sich gut leben, an solchen halben Sonntagen.

Nun war gerade mein Geburtstag 2025, und wir, das heißt, unsere Gruppe mit fünf Teilnehmern – drei Männern und zwei Frauen – kehrten von den Zen&Schreibkunst-Einkehr-Tagen nach Krakau und Auschwitz zurück. Das liegt gerade eine Woche zurück und war derartig bewegend, aufwühlend, bedrückend, aber auch erhellend, dass wir vorhaben, Lesungen dazu anzubieten. Aber auch bei den beiden Nachtreffen kürzer und länger zu schreiben, und was überhaupt zu teilen ist, auch mitteilbar zu machen.

Die Termine findet Ihr auch im Menü unter „Termine„.

Wir sind eine kleine Gruppe, die sich untereinander recht vertraut geworden ist. Gleichzeitig wünschen wir uns „Zuwachs“. Wenn Du Interesse spürst, melde Dich einfach oder komm‘ , nach Verabredung, in Kessenich vorbei. Du musst Dich nicht festlegen, kannst ausprobieren! Wenn jemand zum ersten Mal dabei ist, gebe ich etwas längere Einführungen;  damit sind u.a. auch Fantasiereisen gemeint,  die uns bei geschlossenen Augen mit unseren körperlichen Empfindungen vertraut machen. Man sagt, wie verwenden auf diese Weise den Körper als Anker unserer Achtsamkeit. Das ist nicht nur für die Neuen interessant, sondern immer wieder für uns alle. 

Täglich, bis auf Donnerstag, kannst Du Zen in der Soto-Tradition des San Francisco Zen Centers (SFZC) üben. Das bedeutet, dass wir bestimmte Liturgie-Fassungen (Übersetzungen) verwenden, auf die man sich über viele Jahre geeinigt hat und die immer mal wieder angepasst werden.  Das SFZC ist der Ort, an dem unser Lehrer Zoketsu Norman Fischer, der auch als Dichter, Buchautor, Priester für viele Menschen und Wesen da ist, sowohl „gelernt“ (praktiziert) wie als Abt gelehrt (Es gibt eigentlich keine Trennung zwischen Lernen und Lehren, jedoch sind verschiedene Rollen zu beachten.) hat. Denn alle bleiben immer Lernende, das würde gerade Roshi Norman sagen sowie einer seiner Lehrer Shunryu Suzuki dies betonen würde, der weltbekannt geworden ist mit seinem Buch „Anfänger-Geist“.

Ich habe auch mit zahlreichen anderen Lehrenden „gesessen“, wie man/frau so sagt.  Diese zähle ich gerade für ein überarbeitetes „Bio“ auf, gemeinsam mit meinen anderen anderen Mentorinnen und Mentoren, Lehrern, Workshop-leitern und -leiterinnen, Ausbilderinnen.

Unser Programm:

Mo-Mi, Fr 7:00-8:00
Sa 8:00-9:00
Sonntag
7:30-9:15  Buch-Studien-Projekt „The World Could Be Otherwise – Imagination And The Way Of The Bodhisattva“ von Zoketsu Norman Fischer
7:30-8:00  Sitz-Meditation (Zazen).
8:00-8:20 Dharma-Reflexionen zum obigen Buch (Monika)
8:20-8:30 Geh-Meditation, Pause
8:30-8:50: Council (Kreis-Gespräch), Schreiben, Lesen
9:00-9:30 Metta-Sutta, die Vier Großen Gelübde…,  auf Deutsch und in der Phönix Wolke Sangha Fassung
Manchmal lassen wir diesen Teil nach Absprache länger werden. (Wenn das Bedürfnis nach längerem Austausch oder Chanten (Andacht) besonders groß ist oder wenn es Kranke und Gestorbene auf unserer Altarliste gibt)

Halbtags-Sitzen: Sonntags

6:30-10:30 (der Tempel ist ab 6:00 geöffnet – bis zum Beginn des Programms ist freies Sitzen oder Liegen mit Getränk oder ohne bei Kerzenlicht möglich.)

Bitte melde Dich an.

 

PRAXIS, TRAINING UND SELBSTERFAHRUNG DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION – Leidenschaftlich Gewaltfrei Kommunizieren!
Jeweils Mittwochs, in Kurzform und Dreierpaketen, 14-tägig
Termine: 18.6., 2.7., 14.7. Das Angebot wird ab Mitte August weitergeführt.
Uhrzeit: 19:30-20:45
Kosten: 50€ Gesamtpaket oder 20€ pro Einzeltermin.

Dies ist im eigentlichen Sinne kein Angebot, das mit Buddhas Lehre direkt zu tun hat, oder doch? Was das klare Bekenntnis zu Gewaltfreiheit angeht, „rechte Rede“ im Buddhismus genannt, auf jeden Falls. Marshall sagt in einem seiner schmalsten Bücher, er habe viel vom Buddhismus gelernt. Dann sollten wir das Angebot auch auf dieser Seite stehen haben!

Du kannst Dich auch zu einzelnen Terminen anmelden, da die Basics, bestehend aus den Vier Schritten: … immer wieder wiederholt werden. Solange wir eine kleine Gruppe sind (zwei bis drei Teilnehmer), kann in der vorgegebenen Zeit jedeR eine „missglückte“ Kommunikation vorstellen, die wir dann miteinander umformen in eine „Geglückte“. Werden wir mehr, dann können wir jeweils EINEN Fall besprechen, aus dem wir alle lernen werden. – Wir haben lose angedacht, hin und wieder halbe oder ganze GfK-Tage zu begehen, weil man an ihnen viel besser üben und in die Tiefe gehen kann. Vor allem können wir dann längere Schweigezeiten einbauen, die ganz entscheidend zur Gewaltreduktion beitragen.

„Eher vertraue ich einer Spiritualität, die die Menschen dazu führt, vorwärts zu gehen und die Welt zu verändern, statt nur dazusitzen im Bewusstsein dieser wunderbaren Vorstellung, dass sie ihre Energie ausstrahlen.“ 

„Wenn wir mit dem Göttlichen in anderen und in uns selbst verbunden sind, werden wir genießen, was immer geschieht – und das ist die spirituelle Grundlage. An diesem Ort kann keine Gewalt existieren.“ (Marshall Rosenberg, aus: „Lebendige Spiritualität – Gedanken über die spirituellen Grundlagen der GfK.“)

 

Zwei TRAUER- und Selbsterfahrungs- GRUPPEN:

                         – GESUND TRAUERN – STILLE, HEILSAMES WORT UND VERBUNDENHEIT HALTEN UND TRÖSTEN!

Trauer ist eine angemessene Reaktion unseres gesamten Systems auf Verlusterfahrungen. Bei großen, plötzlichen Verlusten ist schwere Trauer zu erwarten. Beide Varianten gehören zum Leben dazu, auch die zweite. Vielleicht tritt sie erst spät im Leben ein oder ein Angehöriger, guter Freund ist betroffen. Trauern will und kann geübt werden wie alle schwierigen Prozesse. Sie kann und will durchaus auch nachgeholt werden! Ihre Dauer können wir nicht kontrollieren, wie wir die Wellen der Meere, die Gezeiten nicht kontrollieren können. Aber: Es gibt etwas ganz Entscheidendes: Wir können ihr Platz in unserem Leben einräumen. Wenn wir lernen wollen, „gesund zu trauern“, sollten wir das tun.

Wie das gehen kann. Aus welchen Gefühlen sich Trauer zusammensetzt. Wie wir sie auslösen oder zum Verstummen bringen können. Wie wir sie großzügig in unser Leben einbauen und die werden, die wir werden sollen, wenn die Verluste integriert sind: Das und mehr üben wir in dieser Selbsterfahrungs-Kurs-Reihe.
Diese Reihe kann im neuen Jahr 2026 gerne weitergeführt werden. Denn: Gibt es nicht für uns alle Vieles zu betrauern?

Persönlich (Dienstag), 19-21 Uhr
Alle 14 Tage: 23.9., 7.10., 4.11., 18.11., 2.12., 16.12.2025.
Online (Dienstag), 19-21 Uhr
Alle 14 Tage: 30.9., 28.10., 11.11., 25.11., 9.12. 2025

Kosten bzw. Spenden: Spenden braucht der Tempel für seinen Unterhalt und die entstehenden Kosten ganz dringend, da unsere Lehrerin viel ehrenamtlich arbeitet, alles teurer geworden ist und die Einkünfte spärlich sind. WIR SIND EXTREM DANKBAR DAHER FÜR JEDE SPENDE AUF PAYPAL ODER BAR.
Wenn jemand mit „Kosten“ besser zurecht kommt: Bitte 25€/pro Person und Abend.
Anmeldung: Schriftlich, verbindlich, bei beiden Angeboten! Zeitgleiche Überweisung auf mein Konto macht gute Laune.
Persönlich: Wenn die Gruppe klein bleibt, arbeiten wir im „Raum für Wesentliches“ bei mir zu Hause. Ist sie größer, erfahrt Ihr zeitnah, wo der größere Raum zu finden ist, aber auf jeden Fall in Bonn zentral.
ONLINE: Wir treffen uns auf Zoom, ich sende den Link erst kurz vor Beginn, möchte gerne Name, Email, Adresse, Handy-Nr. haben. (Letzteres gilt auch für die persönliche Gruppe). 

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten

HILDE DOMIN

 

SOZIAL ENGAGIERTER BUDDHISMUS: „SEI EIN MENSCH!“ (Margot Friedländer) in unserer Stadt/unserem Land/der Welt“

– Das 22-Synagogen-Gedenk-Selbsterfahrungs-Projekt:
Im Rhein-Sieg-Kreis gab es zweiundzwanzig Synagogen. Als wir im November eine Karte mit den Punkten für jede einzelne zerstörte, ausgebrannte, geschändete Synagoge erblickten, wurde uns beiden schnell klar: Hier ist heiliger Handlungsbedarf!

Und so kam es, dass wir, Hilla Lasch-Neumann und ich, unsere Ideen austauschten und Termine bis ins nächste Jahr hinein machten: Alle 4-6 Wochen sollte es sein, Samstags, wenn viele ohnehin noch zu tun haben, in einer Kernzeit, wo man sowohl vorher wie hinterher noch etwas vom Tag hat. Herausgekommen ist dies: Samstags 10:00-14:00/15:00. Treffen im Abstand von 4-6 Wochen, bis wir alle 22 Synagogen in guter Weise geehrt haben.

Termine und Uhrzeit: Am 6.9.-. beginnen wir mit der SYNAGOGE UNKEL.
11.10., 15.11, 13.12.2025
. Die Termine 2026 stehen schon fest.

In den kommenden Wochen finden Interessenten hier (und vielleicht in einer Whatsapp-Gruppe) den Ort oder Parkplatz, an dem wir uns um 10 Uhr treffen werden.
Wir warten immer 10 Minuten, bis ich mit einer Einführung (mit Infos ūber den Ablauf, die Lage der nächsten WC’s etc.) beginne. Von da an ist Schweigezeit, heilige Zeit. Wir gehen dann achtsam auf den Platz des Denkmals oder der Überreste der Synagoge zu. Wir warten wieder, bis alle da sind.

Hilla und ich bzw. eine Zeitzeugin oder ein Zeitzeuge des Ortes geben abwechselnd Infos zur Geschichte der jüdischen Schwestern und Brüder an diesem Ort, zum Gemeindeleben, zur Synagoge. Falls es ein Museum, einen jüdischen Friedhof gibt, suchen wir den Ort auf. Tendenziell bleibt Stille während der gesamten Gedenkzeit, die aus mehreren Teilen besteht, erhalten.

Wir werden hier und da ein Gedicht oder ein Gebet rezitieren, zum kurzen, freiwilligen Schreiben (intuitiv) und Vortragen animieren, unsere Verantwortung zum Bekennen der Schuld und Verantwortung in eigenen Worten ausdrücken. Unseren Kummer, Zorn vielleicht auch, unsere Scham. Es gibt soviel zu betrauern, soviel, um das wir Gott, wenn wir an IHN glauben, bitten können. Wir lassen uns von der Situation selber leiten.

Wir werden nach Bänken Ausschau halten, nach ruhigen Plätzen, um zu schreiben, einer Kirche vielleicht, und am Ende finden wir möglicherweise noch ein Café, wo wir miteinander einkehren können.

Mitzubringen: Regenzeug, evtl. klappbarer Hocker, alte Decke zum Sitzen. Notizheft. Lieblingsgebet zum Thema. Wasser, Picknick-Zutat (einfach!)
Spenden: gerne auch monatlich. PayPal. Konto: Sparkase Köln/Bonn 0198 0032 9013 40
Kontakt: 0163/2695423 (Monika)

NOCH ETWAS: Wir freuen uns auf Euch und eine inspirierende Möglichkeit, Zeugnis abzulegen.

 

 

Übrigens ist uns jeder religiöse, spirituelle oder nicht-religiöse Hintergrund willkommen. Wo es um Gebete o.ä. geht, braucht man/frau nicht mitzumachen.

 
Kritik versuchen wir, zeitnah und konstruktiv zu äußern und anzunehmen. Also bitte: Nichts anstauen oder hintenherum äußern! Wir können aus fast Allem lernen.
 
Bereichere uns einfach mit Deiner Anwesenheit. Und bitte sei großzügig: Wir haben sicherlich etwas vergessen; dann rufe uns einfach an: 0163-2695423.
 
Eure
Monika