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Wie begegnen wir Druck?

von | 12. Nov 2019 | 0 Kommentare

Druck von außen, Druck von innen: Wir alle kennen Beides und sind uns doch oft nicht bewusst. Muss äußerer Druck uns zwangsläufig auch innen unter Druck setzen? Und wie manifestiert sich innerer Druck?

Ich möchte darauf Antworten finden, am liebsten mit Ihnen zusammen, in einem Gespräch. Deshalb leite ich so gerne Gruppen. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass wir alle schon soviel Weisheit mitbringen, Babies, Kinder, Jugendliche eingeschlossen – wir können soviel voneinander lernen!
Babies geben Geräusche von sich, um zu kommunizieren, fuchteln herum, wenn sie Druck verspüren. Bedürfnisse erzeugen Druck. Nehmen wir sie – noch – wahr? Wir haben Hunger, Durst, den Hunger nach Berührung, Gehört- und Gesehenwerden. Dazugehören möchten wir, wir brauchen es, gespiegelt zu werden, Resonanz zu bekommen. Besonders, wenn wir Schmerzen haben, emotionale, körperliche, spirituelle, dann möchten wir gesehen werden, Trost erfahren, Verbindung erleben.
Was hat das mit Druck zu tun?
Ich werde durch meine Praxis immer sensibler dafür. Schuldgefühle erzeugen Druck, wir wollen ihn loswerden. Um ein Beispiel zu nennen. Ungerechtigkeit, erfahrene, bezeugte, weitergegebene erzeugt Druck. Ein Tag ohne Druck, und wenn es der Druck ist, uns zu entleeren, ist nicht vorstellbar.
Früh lernen wir, wie wir mit bestimmten Bedürfnissen umzugehen haben, um sozial akzeptiert zu werden. Wir erlernten wenig, wie wir innen mit Druck umgehen, anders, als ihn zu ignorieren, ihn zu unterdrücken, zu betäuben.

Buddhistisches Geistestraining musste meines Weges kommen, zu meinem großen Glück, und ich hoffe, zum Segen einiger Wesen, dass ich Hilfsmittel an die Hand bekam, wie ich erst einmal, als Grundvoraussetzung, zu genügend Ruhe kommen könnte, um den Unruhezustand meines Geistes überhaupt wahrzunehmen!
Ich vermute allen Ernstes, dass wir ständig andere damit belasten, für Druckausgleich zu sorgen, solange wir nicht üben, beste Sorge zu tragen für das, was uns innen und außen bewegt!
Buddhistische Praxis, spirituelle Praxis gerne auch anderer Traditionen, oder miteinander verwoben, hilft uns verwundbare Menschen maßgeblich, uns nicht ständig selber und andere bis hin zur Ruinierung aller Lebensgrundlagen, zu verletzen und andere mit in den Strudel blinden Überleben-Wollens zu ziehen.
Mit weit offenen Augen, die rezeptiv und freundlich eingestellt sind, können wir ein Übel nach dem anderen identifizieren, gehen lassen und unsere wahre Schönheit, die die Schönheit des Lebens und Vergehens spiegelt, miteinander feiern.

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