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Newsletter “Schreiben” 2/2019

von | 20. Nov 2019 | 0 Kommentare

Liebe Weggefährtinnen und -gefährten des Schreibens, Lebens, Atmens!

Heute habe ich das Bedürfnis, einmal wieder alle anzusprechen, die sich in Kursen, Workshops, Retreats bei einem oder mehreren meiner Angebote einfanden bzw. einfinden.

Es wurde auch Zeit.
Dies Jahr ist noch nicht abgeschlossen, jedoch zeichnen sich schon Themen ab. Vergangene, die durchgekaut werden wollten und welche, die gleichsam aus der Zukunft zuwinken. Wobei mir gegenwärtig ist, dass Zeit ein Konstrukt der Moderne ist, denn in Wahrheit gibt es ja nur diesen Moment, in dem alles enthalten ist.

Vielleicht gibt es Vorder-und Hintergrund. Etwas verschiebt sich andauernd.
Vor zwei Monaten hat jeweils mittwochs, von 19 – 21:30, die 3-teilige Reihe “Mehr Leben ins Schreiben bringen” begonnen: Einmal monatlich, bei mir im “Kleinen Tempel”. Einstieg: Jederzeit. Der nächste und vorerst letzte Termin ist am 4.12.2019. Bezahlt wurde eigentlich für dreimal, aber ab jetzt kann frau oder mann (zur Zeit nehmen zwei erfahrene Schreiber teil!) auch an einzelnen Terminen teilnehmen: Der Abend kostet 65 € und eignet sich für im Schreiben in der Gruppe Fortgeschrittene. Wir erforschen gemeinsam, was genau es ist, dass Texte so intim, so berührend, so erhebend macht, und üben dies, auch mal in einem Genre, das uns – noch – nicht so liegt. Am 4.12. entscheiden wir, ob es weitergeht und legen ggf. Termine fest.

Wenn ich zurückblicke, dann sind mir die Gruppen im Kunze-Hof am Wattenmeer und Hof-Kuppen in besonderer Erinnerung. Die Bildungsurlaube, die man über das Bildungsforum Lernwelten bucht, scheinen sich zu steigern – was nicht ganz stimmt, aber so kommt es mir vor, weil ich jede einzelne Reise mit so einer Gruppe derartig genieße. Unglaublich lebendige, kreative Schreiber*innen kommen an einem malerische Ort zusammen: Mit viel Grün und Blau, weißen Pferden, Fußweg zum Deich, plätscherndem Wasser, bester Versorgung. Die Gruppenarbeit, die Solidarität untereinander, das Niveau der Achtsamkeit, die gespannte Neugier und Schaffenskraft…all das trägt zu einem hoch-intensiven Schreib-Erlebnis bei. Wie nebenbei werden Seiten von uns integriert, die wir in die Wüste geschickt hatten, und der Brunnen, renoviert, sprudelt frisch. – Nicht wenige träumten von einer weiteren, zweiten Woche dort. Werden wir einander im April wiedersehen? Manche haben schon mehrere Bücher veröffentlicht, andere planen ihr erstes, andere arbeiten sich an den Prioritäten in ihrem Leben ab, welches Projekt sie an erste Stelle setzen sollen;  die meisten erleben die Gruppe als sicheren Ort, wo man jedes Hindernis auf dem Weg, jede schwierige Emotion, jeden Herzenswunsch gefahrlos äußern kann, was oft die Grundbedingung für einen freien unverkopften Schreibprozess ist.

Und was ist mit den unglaublichen Hof-Kuppen-Schreibern? Inzwischen ist das zweite Buch entstanden, das “Der grüne Bogen” heißt, und das unser geschätztes Gemeinschafts-Mitglied Kai Brigitte Hülsmann geschrieben und veröffentlicht hat. Einen ganz herzlichen Glückwunsch an Kai! Das Angebot in Hof-Kuppen, einem ebenfalls herrlich gelegenen Meditationszentrum, besteht aus freiwilligen morgendlichen (Körper-) Meditationsangeboten, festen Arbeits- und Freizeiteinheiten und, außer am Anfang, aus einem straffen Arbeitsprogramm. Es richtet sich an erfahrene Schreibende, die ein Schreib- oder künstlerisches- oder Lebensprojekt intensiv angehen oder weiter verfolgen möchten.
Der nächste Workshop/Retreat findet in der Woche vor Ostern statt, wir versuchen, seit drei Jahren, ihn zweimal im Jahr stattfinden zu lassen

Bleiben wir doch bei den immer beliebter werdenden Schreib-Retreats: Hier können Adventsflüchter*innen noch fündig werden, weil das wunderbare Angebot „Die eigene Stimme finden“ mitten in der Adventszeit liegt und im Waldhaus – Zentrum für bewusstes Leben und Buddhismus stattfindet. Von dort fährt man 15 Minuten zum Kloster Maria Laach, das einen Ausflug, mit Schreiben, wert ist. Die Waldhausgruppen haben es ebenfalls in sich. Die gespeicherte Stille eines beliebten Meditationshauses wirkt, zusammen mit der umgebenden Weite und Stille, beruhigend, besänftigend und zentrierend. Hier wird meist mehr Stille eingehalten als während meiner sonstigen Angebote, was sich segensreich auf den Schreibprozess und die Ergebnisse, die Texte, auswirkt. Auch hier habe ich mehrfach erlebt, wie Gruppen sich noch Jahre lang wieder trafen, oft mit mir, weil der künstlerische und Integrationsprozess so förderlich und segensreich waren.

Noch Eins, für Sylvester-Muffel:
Ich weise gerne auf die Visions-Schreibwerkstatt an, früher oft angeboten, auch auf dem Land, jetzt tritt das bewährte Trio aus “Das Alte verabschieden – Auf der Schwelle sein – Das Neue willkommen heißen” wieder in den Vordergrund. Drei Tage, manche nur halb, um eine kraftvolle Vision einzuladen. 31.12., 1.1., 2.1.2020. Schau doch bitte auf meiner Webseite nach den Zeiten!

Was noch?
Für Ritual-Muffel gibt es jetzt „Den Geist nach Hause bringen – Freie Buddhistische Meditation”, mindestens zweimal in 2020. Das nächste Mal findet am 1. Wochenende im Januar statt, Sa 4.1. von 10-16, und So, 5.1.2020 von 10-14.

Für unerschrockene Gemüter empfehle ich den einen ganzen Tag – halber Freitag, halber Samstag -29./30.11., für Kriegsenkel*innen, wo diejenigen sich einfinden, übrigens seit ca. 14 Jahren, die nicht mehr alleine den Ballast der Vorväter/-mütter/-ahnen tragen wollen, und auch nicht länger schweigend. Die Entdeckungen, die in diesen Prozessen möglich wurden, sind im wahrsten Sinne heilend, der Verständigung, dem Verständnis dienend. Auf einmal können Fragen gestellt, Antworten empfangen, gestockte Energien freigesetzt werden, welche das gesamte System erhellen! Früh verstummte „innere Kinder“, „innere Jugendliche“, oft auch aus der Generation vor uns, kommen ins Spüren, ergreifen das Wort. Ein paar Tage vorher sende ich einen Rundbrief aus mit Wünschen, was mitgebracht werden kann.

Das ist Arbeit am kollektiven Feld, die zu bewegenden Aussöhnungsprozessen führen kann.  – Keine Bedingungen.

Autobiographisch kann man und frau endlich wieder am 28.12. schreiben. Ohne Bedingung. Autobiographisch zu schreiben ist Grundlagen-Arbeit per se. Es ist, wie das eigene Leben zu tanzen oder zu malen. Es sich in seinem Grundton anzueignen.
Man sollte es regelmäßig allein zur Seelenhygiene tun. Allerdings ist für Überraschungen stets gesorgt: Manchmal entstehen Autobiographische Buchprojekte daraus! Nach meiner Einschätzung werden zwei bis vier derzeit geschrieben.

PPA+: Die erste Ausbildungsgruppe ist ein Juwel. Jede Ausbildungskandidatin beginnt jetzt, nach dem Ende des 4. Moduls, eine eigene Übungsgruppe zu gründen und sich rechtzeitig auf das erste professionelle Angebot vorzubereiten, das dann eventuell ins Herbstprogramm 2020 kommen könnte – falls man im weitesten Sinne – bei einer Institution arbeiten möchte.
Es ist für mich eine hoch-erfreuliche und befriedigende Arbeit, die mein Herz singen lässt, Poesiepädagoginnen für diesen noch immer unbekannten, unerkannten Beruf auszubilden!

Mit der nächsten Ausbildungsrunde werde ich erst im März 2021 (12.-14.3.) beginnen, frau oder mann kann sich jetzt schon vormerken lassen und Trainingsmodule im Schreiben oder Meditieren belegen. Die Termine in 2021 sind: 12.-13.3., 14.-16.5., 3.-5.9., 19.-21.11.2021. Die Ausbildung wird im Oktober oder November 2022 abgeschlossen.

Für Bildungsurlaubs-Angebote empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung, jedenfalls, falls Du einen Arbeitgeber ins Boot holen musst. Daher hier: In den Schreibflow eintauchen am Wattenmeer! 29.3.-3.4.2020.

Demnächst biete ich regelmäßig Freundeskreis-Treffen an: Für diejenigen, die sich durch Literatur, Kunst, Schreiben, Wachsen, Gruppenarbeit, Meditation und Achtsamkeit, Freude und Freundschaft verbunden fühlen.
Vielleicht magst Du mir Bescheid sagen, ob Du eingeladen werden möchtest?

 

Du darfst diesen Brief gern weiterleiten, er ist für Dich UND Interessent*innen gedacht.

Ein paar schöne Projekte gären vor sich hin, die werde ich vielleicht schon im Jahres-Abschluss-Brief ankündigen. Geplant sind: Schreibfahrten zu Hildegard von Bingen, Else Lasker-Schüler, Etty Hillesum.

“In mir ist eine kleine Melodie, die danach verlangt, in Worte gekleidet zu werden“, schrieb die junge Holländerin, die erst nach Westerbork transportiert wurde, und von dort nach Auschwitz, wo sie mit 28 Jahren ermordet wurde. Ich erlebe sie in ihrem veröffentlichten Tagebuch als genauso stark und weise, auch als Schriftstellerin, wie die junge Anne Frank.

Und was in Dir verlangt danach, in Worte gekleidet zu werden?

 

Danke für’s Lesen und für viel mehr, falls Du in einem meiner Kurse warst. Die Kurse in 2020 habe ich übrigens noch gar nicht aufgezählt. Die Termine für „Wild Mind“,Heilsames Schreiben“,Kreativer schreiben“ in Familienbildungsstätte und VHS Bonn werden sicherlich bald in den einschlägigen Programmheften nachzulesen sein.

Ich sende sowohl herzliche wie inspirierende Grüsse!

 

Deine

Monika

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